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Der Ortsverband Vulkaneifel im Jahr 2013


31. Dezember 2013 - HamNet in der Vulkaneifel angekommen


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Voller Freude möchte ich kurz vor Jahresschluss mitteilen (einige von uns wussten es bereits), dass das HamNet hier in der Vulkaneifel angekommen ist! Nach vielen Pleiten und Pannen in Sachen Packet-Radio am Standort Radersberg - sowie der Erkenntnis - dass die Datenraten in der Betriebsart Packet-Radio nicht mehr so ganz zeitgemäß sind, wollte ich etwas Neues beginnen. Die Suche nach offenen und vor allen Dingen diskussionsfreudigen Funkamateuren hat lange gedauert - ich fand Sie in diesem Jahr auf einer HamNet-Tagung an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen. Danach begannen die Planungen und Aktivitäten hier in unserer Region. Geplant und umgesetzt wurde ein neuer DIGI, der in der Umgebung vom Radersberg Zugriff auf ein schnelles Internet hat. Dieser DIGI mit dem Rufzeichen DBØAAS wurde bei unserem Ortsverbandsmitglied Siegfried Schüller (DF9WB) in Dockweiler installiert. Die Station ist auf der einen Seite über einen sogenannten VPN-Tunnel mit den Servern an der RWTH in Aachen verbunden, auf der anderen Seite gibt es einen Sende-Empfänger auf dem 13cm-Band in einer Antenne integriert, welche bei DBØEIF auf dem Radersberg ausgerichtet ist. Kurz vor Weihnachten wurde dort bei unangenehmen Temperaturen das Gegenstück zu DBØAAS installiert. Die Funkstrecke DBØAAS <-> DBØEIF ist nun in Betrieb – somit ist das ganze Spektrum, was das HamNet derzeit zu bieten hat, jetzt bei DBØEIF verfügbar.

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Die Bundesnetzagentur (BNA) scheint derzeit u. A. ihre Aufmerksamkeit auf diese Frequenzbereiche (13cm / 9cm / 6cm ) ausgerichtet zu haben, denn sie war bereits zur Kontrolle der Anlage bei DBØAAS auf dem Radersberg - aber - es ist alles in Ordnung, wir haben die Auflagen aus der Zuteilung eingehalten. Die oben beschriebene Funkstrecke bietet auf dem Sende- und Empfangsweg Datenübertragungsraten von mehr als 10Mb/s, und zwar symmetrisch (upoload und download) - vergleichen Sie das mal bitte mit Ihrem Internetanschluss ... Der Standort Radersberg soll aber keine Endstation für das HamNet bleiben, von Funkamateuren aus dem Raum Köln-Aachen gibt es Planungen mit einer Anbindung im 6cm-Band an DBØEIF. Von hier aus soll und wird es dann weiter gehen in Richtung Westen bzw. Süden. Damit zumindest einige von uns hier im Raum Daun oder auch Cochem/Ulmen das HamNet nutzen können, gibt es bereits Überlegungen in Richtung sogenannter User-Zugänge. Weiterhin ist es technisch machbar, dass unser 70cm-Relais DBØDAU via HamNet wieder an das EchoLink-System angebunden wird. Denn gerade hierfür gibt es an der RWTH in Aachen einen sogenannten Proxy-Server.

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Das alles war, wie Sie sich sicherlich denken können, ein ordentliches Stück Arbeit! Ausdrücklich bedanken möchte ich mich bei Siegfried Schüller (DF9WB), der sofort seine Bereitschaft erklärte, an diesen Dingen mitzuwirken. Siggi stellt bereitwillig seinen Internetanschluss zur Verfügung und ermöglichte die Installation der Anlage in seinem Haus. Weiterhin danke ich Robert Müllers (DJ3KJ), der mich immer wieder bei anstehenden Arbeiten an der Antennenanlage auf dem Radersberg unterstütze. So auch jetzt, wo ihm bei Montagearbeiten am Mast fast die Hände erfroren wären … Damit nun das HamNet, was für viele von uns noch absolutes Neuland im Bereich des Amateurfunks ist, ein wenig besser verständlich wird, findet am Freitag, den 07.Februar 2014 (regulärer Ortsverbandsabend K34) ein sogenannter Themenabend „HamNet“ statt. Zu diesem Abend konnte ich OM Ralf Wilke (DH3WR) von der Amateurfunkgruppe der RWTH Aachen als Referenten gewinnen. Ich bitte darum, sich diesen Termin vorzumerken - über ein zahlreiches Erscheinen seitens der Mitglieder, aber auch von Gästen, würden wir uns sehr freuen!


[dl8ue]


Anm. der Redaktion:

Was ist das HamNet??? - Hier eine kurze Erläuterung …

Das Highspeed Amateurradio Multimedia NETwork (HamNET) ist ein überwiegend funkbasiertes, TCPIP-gestütztes Hochgeschwindigkeitsnetz für Funkamateure, welches in erster Linie die Relais- und/oder Digipeater-Standorte untereinander digital vernetzt. Als modernes, schnelles Trägermedium bietet es eine Vielzahl von möglichen Anwendungen. Für den User sind Direktverbindungen mittels HF-Benutzereinstiegen untereinander (peer to peer), sowie Verbindungen zu Serverdiensten (sämtliche Betriebsarten) und Schnittstellen zu bestehenden Amateurfunkbetriebsarten (z.B. Packet Radio) möglich. HamNET verbindet: Packet Radio, Echolink, Instant Massaging, VoIP, DATV, APRS, DMR, D-Star, Sprachrelais u.v.m. Das HamNET ist ein abgeschlossenes Netzwerk für Amateurfunkzwecke und stellt die Kommunikation über schnelle Richtfunkstrecken in den Vordergrund. Derzeit werden je nach Funkstrecke und eingesetzter Technik Übertragungsraten zwischen 1MBit/s und 200 MBit/s erreicht. Das HamNET ist kein Internetersatz! Jeder Funkamateur kann an diesem Netz teilnehmen: Anwender, Netzwerker, SysOps, AFU-Anwendungsentwickler egal welcher Profession. Alle verbindet eines: Verwendung von TCP/IP als Trägerprotokollschicht!


[holger ramisch - do4bz]



01. - 15. Dezember 2013 - Amateurfunk auf der Azoreninsel Sao Miguel


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Die QSL-Karte sollte eigentlich schon für die Veranschaulichung der Aktivitäten von Siegfried „Siggi“ Schüller (DF9WB) und Rolf Haferkamp (DK9WI) auf der Azoreninsel Sao Miguel genügen; trotzdem schön der Reihe nach ... alles begann auf der HAM Radio 2013 in Friedrichshafen, wo der Amateurfunkverband der Azoren mit einem eigenen Stand aufwarte, und Franzisco (CU2DX) einen beeindruckenden Vortrag über die Inselgruppe hielt. Siggi war sofort begeistert und unterhielt sich mit Franzisco und José (CU2CE) über die Möglichkeiten, dort als Gast Amateurfunk betreiben zu können. Im Rahmen der CEPT-Vereinbarungen ist das prinzipiell kein Problem, die praktische Umsetzung jedoch ist gar nicht so einfach, wie sich noch zeigen sollte …

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Da Siggi als Architekt und Bauleiter nur im Spätherbst bzw. in den Wintermonaten Urlaub machen kann, suchte er noch einen Funkkollegen, der dann auch Zeit und Lust hatte - und so fiel die Wahl auf mich - Rolf - seit 7 Jahren „Berufsfunker“. Das Buchen des Fluges nach bzw. der Unterkunft und des Mietwagens in Ponta Delgada, der Hauptstadt der Azoreninsel Sao Miguel, waren um diese Jahreszeit vom 01.12.2013 bis zum 15.12.2013 weiter kein Problem. Für den Funkbetrieb wurde der Yaesu FT-100 von Siggi ausgesucht, dazu eine leichte „Balkonantenne“ mit Anpassgerät für alle Bänder von Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) ausgeliehen - schließlich ein 20m-Drahtdipol selbst „zusammengestrickt“. Für die digitalen Betriebsarten standen ein Laptop und ein Interface SB-2000 mit passendem Kabelsatz zur Verfügung. Zusätzlich klärte Siggi per Telefon und Email mit José (CU2CE) ab, dass wir vermutlich Zugang zur dortigen Clubstation CU2ARA in Ponta Delgada haben würden. Darum war es für uns wichtig, dass wir für diesen Fall ein passendes Präsent in Form einer Erinnerungsplakette mitnahmen, welche von Dieter Traxel (DK5PZ) in gewohnter Qualität angefertigt wurde.

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Die Azoren begrüßten uns mit Regen und 17 Grad Celsius. Dieses Wetter sollte für uns „Standard“ werden - abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen. Die Unterkunft im Hotel erwies sich als sehr ordentlich, allerdings zeigten die ersten Empfangs- und Sendeversuche vom Balkon aus eine starke Abschattung durch Stahlbeton. Zusammen mit dem Wetter waren das ziemlich trübe Aussichten für den Amateurfunk … doch gerade hier zeigte sich der unschätzbare Vorteil vorheriger Kontaktaufnahmen mit einheimischen Funkamateuren. Schon am ersten Nachmittag besuchte uns Jacinto (CU2AA), gleichzeitig der Vater von Franzisco (CU2DX), und am nächsten Tag lernten wir den Präsidenten des lokalen Amateurfunkclubs, Guilherme (CU2IF), sowie den Verantwortlichen der Clubstation CU2ARA, Bruno (CS8ABG), kennen. Siggi erhielt für den Zeitraum unseres Aufenthaltes einen Schlüssel für die Räumlichkeiten von CU2ARA, und somit hatten wir unabhängige Zutrittsmöglichkeiten zu einer gut ausgestatteten Amateurfunkstation - der technische Teil unserer kleinen DXpedition war damit sichergestellt und gerettet. Fortan funkten wir mit einem Kenwood-Transceiver TS-870 und einer 500W-Endstufe, verbunden mit einem 3-Element-Beam für das 10m-, 15m- und 20m-Band. Für das 40m- und 80m-Band war eine Drahtantenne vorhanden. Beide Wellenbereiche wurden aber praktisch nicht genutzt, da der lokale Störpegel hinsichtlich QRM und QRN auf den Azoren erst in den späten Nachtstunden Amateurfunkbetrieb zulässt, und die Azoren zusätzlich einen Zeitversatz von zwei Stunden im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) haben. Was die digitalen Betriebsarten angeht, passte das mitgenommene Interface mit seinem Kabelsatz allerdings lediglich zum Yaesu FT-100, sodass wir in den Modes RTTY und PSK nur mit 50 Watt Sendeleistung funken konnten.

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Was den Amateurfunk angeht, so ist die Inselgruppe der Azoren nicht gerade selten auf den Funkbändern vertreten - allein auf Sao Miguel gibt es rund 50 aktive Funkamateure. So waren auch die Pileups, die Siggi in der Betriebsart Sprechfunk-Einseitenband (SSB) regelmäßig produzierte, durchaus moderat. Im digitalen Bereich sind die Azorianer, wie sich die Bewohner der Azoren selbst nennen, offensichtlich ebenfalls auf der Höhe der Zeit ... die dort befürchteten Pileups blieben aus, ich konnte problemlos Simplex (ISO) arbeiten. In PSK gab es deutlich mehr Anrufe als in RTTY. Ein Ausflug in den RTTY-Contest am 8. Dezember 2013 ergab stetigen Betrieb, der aber überschaubar blieb. Allerdings war dies einer der Tage mit ausgesprochen schönem Wetter, sodass wir mittags abbrachen und die Insel mit dem Auto erkundeten.

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Man kann nicht eine Insel besuchen, ohne das Land - und am besten auch die Leute - kennen zu lernen. Gleich am ersten Abend erhielten wir im Hotel von einer netten Dame einen Plan von der Insel Sao Miguel - und eine Einweisung in die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten gleich dazu. Die Azoren sind vulkanischen Ursprungs und erinnern stark an unsere Heimat - die Vulkaneifel. Es gibt Krater und Maare, allerdings ist die Landschaft geschichtlich gesehen jünger und topografisch steiler angelegt. Bei einer Länge von 70km hat Sao Miguel eine maximale Breite von 8km, die Berge erreichen Höhen von bis zu 1100m. Mehrfach trifft man auf „Caldeiras“ mit heißen Quellen und entsprechenden Schwefelgeruch. Das Meer nagt an den Küsten, die im Untergrund aus Basalt oder Vulkanasche bestehen, sodass mehrheitlich Steilufer das Landschaftsbild prägen. Vielfach haben sich Bäche in die Oberfläche eingeschnitten und tiefe Schluchten geformt. Dazwischen ist das Land grün - zumindest um diese Jahreszeit - und es wird von rund 250.000 Kühen beweidet, auf Sao Miguel gibt es also etwa genau soviel Kühe wie Einwohner.

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Damit wären wir wieder beim Thema „Azorianer“. Alle, die wir kennengelernt haben, waren sehr freundlich, einige haben sich sogar für das schlechte Wetter entschuldigt („sorry for the bad weather“), und das tatsächlich in gutem Englisch. Es gab kaum jemand, der unser Englisch nicht verstanden hat … Gastfreundschaft wird groß geschrieben. Jose (CU2CE) lud uns zum Abendessen ein, Alcides (CU2GC) zu einer Art Brunch in einem Restaurant, Franzisco (CU2DX) zur Benutzung seiner Ferienwohnung im kommenden Jahr - selbstverständlich einschließlich der Benutzung seiner exquisiten Funkanlage. Natürlich durften wir auch diverse Funkstationen besichtigen, die allesamt sehr gute DX-Verbindungen ermöglichen.

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Freitags ist bei CU2ARA ab 21:00h Ortszeit „OV-Abend“, dann treffen sich die einheimischen Funkamateure zum Gedankenaustausch und um ihre QSL-Karten abzuholen bzw. in die örtliche Verteilungsanlage per Hand einzusortieren. Das nutzen wir am Freitag, dem 13.12.2013, um uns beim Präsidenten Guilherme (CU2IF) für die Gastfreundschaft zu bedanken. Siggi überreichte nach einer kleinen Dankesrede die mitgebrachte Erinnerungsplakette und außerdem eine kleine „donation“ für die Clubstation. Für uns gab es die Erinnerungsmedaille von CU2ARA. Krönender Abschluss war die Besichtigung der Club- und Conteststation CR2X, die unter der Führung von Jose (CU2CE) am letzten Tag stattfand. Diese Station ist vom weltbekannten DXer Martti Laine (OH2BH) auf einem Hügel an der Nordküste errichtet worden. Allein die Antennenanlage mit 3 großen Towern lässt schon jedes „Funkerherz“ höher schlagen. In den vergleichsweise kleinen Räumlichkeiten geht es aber entsprechend weiter, was Funkgeräte, Endstufen und Zubehör betrifft - alles vom Feinsten! Siggi ließ es sich nicht nehmen, von dort aus im ARRL-10m-Contest mal etwas mitzumischen - das Pileup war dieses Mal „mörderisch“.

Fazit: Für reine Urlauber sind die Azoren wohl im Sommer besser geeignet. Was den Amateurfunk angeht, so war für uns die Reise dank des Kontaktes zu den einheimischen Funkamateuren ein voller Erfolg. Am Schluss standen 1.200 QSOs in SSB und 400 in den digitalen Betriebsarten zu Buche.


[dk9wi]



13. Dezember 2013 - OV Vulkaneifel wieder auf Platz 1 bei RLP-Aktivitätsabend


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Die Mühen haben sich erneut ausgezahlt - der Ortsverband Vulkaneifel (K34) belegte im abgelaufenen Jahr 2013 wieder den 1. Platz im Rahmen der Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabende! Auch wenn es mit der Auswertung des Wettbewerbes so einige Probleme gab, konnten wir letztendlich doch wieder - und das zum dritten Mal in Folge - das obere Treppchen besteigen. Auf Platz 2 in der Ortsverbandswertung steht in diesem Jahr der Ortsverband Bodenheim (K56), gefolgt vom Ortsverband Nierstein-Oppenheim (K33). Auf den weiteren Plätzen reihten sich die Ortsverbände Landau (K14) und Donnersberg (K54) ein. Wenn man die Statistik richtig auswertet, waren nur knapp 11% aller Ortsverbände an allen vier Teilen (2m-, 70cm-, 10m- und 80m-Teil) aktiv! Das Ergebnis wird auch dadurch nicht besser, wenn weitere - rund 26% aller Ortsverbände - zumindest an einem Teil auf den Frequenzbändern anwesend waren. Ernüchternd ist vielmehr, dass etwas mehr als 54% aller Ortsverbände in Rheinland-Pfalz an „IHREM“ Distriktwettbewerb gar nicht erst teilgenommen haben … und das ist wahrlich ein trauriges Ergebnis! Hoffen wir, dass im Jahre 2014 und in den darauffolgenden Jahren der Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend wieder an Attraktivität gewinnt und vielleicht in naher Zukunft den Stellenwert (wieder) erreicht, den er eigentlich verdient hat.


[dl1wh]



10. Dezember 2013 - 200. „Vulkaneifel-Trophy“ vergeben!


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Als der Ortsverband Vulkaneifel (K34) im Jahre 2001 mit dem Diplomprogramm der „Vulkaneifel-Trophy“ startete, war nicht absehbar, wie erfolgreich sich diese Auszeichnung im Bereich des Amateurfunks entwickeln würde. In den nahezu 13 Jahren konnte sie nun zum 200. Male vergeben werden! Das mag für ein Amateurfunkdiplom auf Papierbasis keine große Anzahl sein, für eine Trophy allerdings reiht sie sich damit nahtlos in den Club der großen und populären nationalen Amateurfunkauszeichnungen ein. Was als eine Idee in einer ruhigen Nachtschicht begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem Renner. Anfangs hofften die Macher insgeheim auf eine Zahl von 100, um das Projekt als erfolgreich bezeichnen zu können. Diese Zahl wurde jedoch schon nach sieben Jahren erreicht. Zu dem Zeitpunkt hätte allerdings niemand geglaubt, dass wir irgendwann einmal die 200. „Vulkaneifel-Trophy“ vergeben werden. Mittlerweile besitzen 167 deutsche Funkamateure in 22 DARC-Distrikten das markante Mahagoni-Holzbrett mit der bekannten Luftansicht der drei „Dauner Maare“ sowie dem einzigartigen und individuell aufbereiteten Olivin-Halbedelstein, der in dieser Größe weltweit nur hier in der Vulkaneifel im „Dreiser Weiher“ zu finden ist. Leider gab es bis zum heutigen Tag noch keine Antragsteller aus den Distrikten Oberbayern (C), Schleswig-Holstein (E) und Ruhrgebiet (L). Vielleicht aber schließen sich in den kommenden Jahren diese Lücken in unserer Statistik. Ganze 33 Mal wurden die nicht ganz leichten Ausschreibungsbedingungen von Funkamateuren außerhalb von Deutschland erfüllt. So gibt es nun auch stolze Besitzer der Trophy in 15 weiteren Ländern: in Belgien, Dänemark, England, Finnland, Israel, Kroatien, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Schweiz, Slowenien, Spanien, Südafrika und in der Ukraine.

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Als Diplom-Manager bedanke ich mich noch einmal recht herzlich bei Hans-Dieter Traxel (DK5PZ), dem Erbauer der handwerklich anspruchsvollen Trophy, sowie Erwin Gerhards (DF3WI), dem Lieferanten von so vielen „frisch“ ausgegrabenen Olivinen. Der Dank geht aber auch an alle bisherigen Antragsteller für ihr Interesse an dieser lokalen und sehr schönen Amateurfunkauszeichnung. Für diejenigen Funkamateure und SWL‘s, die noch nicht im Besitz einer „Vulkaneifel-Trophy“ sind, hier noch ein kleiner Tipp: schauen Sie doch einfach mal in der ruhigen Zeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel in Ihr Logbuch - vielleicht haben Sie ja längst die Ausschreibungsbedingungen erfüllt? Wir hoffen - und sind eigentlich ganz zuversichtlich - dass wir in ein paar Jahren auch noch die Nummer 250 vergeben können.

Zu den Ausschreibungsbedingungen geht es hier


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07. Dezember 2013 - Besuch des 43. Dortmunder Amateurfunkflohmarktes


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2013 neigt sich dem Ende entgegen - somit wurde es Zeit, den letzten Höhepunkt im Amateurfunkjahr zu besuchen: den Dortmunder Amateurfunkflohmarkt. Dieses Mal reiste ich in Begleitung unseres OVV Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) im eigenen PKW an. Die zeitraubenden Odysseen vergangener Jahre mit der Deutschen Bahn wollten wir uns heuer ersparen … ca. acht Stunden Zugfahrt, um 2-3 Stunden über die Messe zu laufen, stehen dann doch in keinem Verhältnis mehr zueinander. Gegen 07:00 Uhr fuhren wir in Gerolstein in der Vulkaneifel bei leichtem Schneeregen los. Knappe zwei Stunden später erreichten wir mühelos und entspannt das Messegelände der Westfalenhallen in Dortmund. Nur wenige Schritte später waren wir nach Erwerb einer Eintrittskarte in der Halle 6, die zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut gefüllt war. Wir schlenderten die zahlreichen Gänge mit den prall gefüllten Tischen auf und ab. Das Angebot war reichlich - ob Neu- oder Gebrauchtwaren - für den schnellen Kauf zwischendurch war sicherlich für Jedermann etwas zu bekommen. Von den Kommerziellen waren neben einigen niederländischen Händlern u.a. auch Difona aus Offenbach anwesend. Zudem präsentierte sich Grenz aus Cölbe sowie der mir bis dato unbekannte türkische Amateurfunkhändler Sarikaya aus Bochum. Die Messepreise für Neuware waren im Vergleich annehmbar, wenn auch meist mit kleinem Sortiment angereist wurde und diese Feststellung somit nicht repräsentativ ist. Der DARC-Verlag aus Baunatal hatte wie immer sein komplettes Angebot am Start. Hier konnte man sich reichlich mit Lesestoff für die anstehenden Weihnachtsfeiertage und darüber hinaus eindecken. Das Flohmarktangebot war wie immer durchwachsen und preislich z. T deutlich über der Schmerzgrenze. Erfreulicherweise war nicht mehr ganz so viel „Militariaschrott“ aus den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten im Angebot, wenn auch davon natürlich noch manches auf den Tischen lag. Einige Verbände, Interessengemeinschaften sowie Clubs rundeten das Bild ab. Vom Ortsverband Vulkaneifel (K34) wurden auch noch gesehen: Joe (DA1KW), Jürgen (DD8PB), Haagen (DG4PB) und Gerd (DL8UE). Nach vielen kurzen Treffs und Gesprächen waren wir alles in allem mit der Veranstaltung recht zufrieden. Als wir gegen 14:00 Uhr die Halle verlassen haben, waren immer noch relativ viele Besucher anwesend. Nicht ganz zwei Stunden später waren wir dann wieder zu Hause angekommen.


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06. Dezember 2013 - Letzter OV-Abend des Jahres 2013


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Der letzte OV-Abend des Jahres innerhalb des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) ist immer ein besonderer Abend, denn dann sind meistens viele Mitglieder mit ihren Familienangehörigen und Freunden anwesend. In diesem Jahr fehlten jedoch krankheits- und urlaubsbedingt einige Mitglieder, sodass die Runde nicht ganz so groß war wie in den Jahren zuvor. Dennoch fanden 20 Erwachsene und zwei Kinder den Weg ins Vereinslokal „Peter‘s Bistro“ in Ulmen. Nachdem alle an der „großen Tafel“ im festlich dekorierten Vorraum des Lokals Platz genommen hatten, begrüßte OVV Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) alle Anwesenden recht herzlich und wünschte einen schönen Abend. Beim gemeinsamen Abendessen kam so manch interessantes Gespräch auf und die Zeit verging wie im Fluge. Der Höhepunkt des Abends war erneut die traditionelle Tombola, bei der mitgebrachte Geschenke einen neuen Besitzer fanden. Der Dank geht auch in diesem Jahr an unseren Wirt Peter, der wie immer den Hauptpreis dazu steuerte - nochmals Vielen Dank! Nachdem alle Geschenke ausgepackt waren (und so manches nochmals den Besitzer wechselte ...), klang der Abend mit guten Gesprächen und einigen ebenso guten Getränken aus.

An dieser Stelle wünscht der Vorstand des Ortsverbandes Vulkaneifel allen Mitgliedern und Lesern ein friedvolles und geruhsames Weihnachtsfest. Für das kommende Jahr 2014 alles Gute, vor allen Dingen Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Wir „lesen uns wieder“ im kommenden Jahr …

Ein paar Bilder sehen Sie in unserer Galerie.


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16. November 2013 - Jahresabschluss Ortsverband Vulkaneifel (K34)


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Einer alten Tradition folgend, wurde auch in diesem Jahr am 3. Samstag im Monat November eine Jahresabschlussveranstaltung im Ortsverband Vulkaneifel (K34) durchgeführt. Nachdem wir im letzten Jahr den schmucken Ort Bad Bertrich besucht hatten, ging es dieses Mal nach Kerpen. Nein - nicht in den Geburts- und Heimatort des 7-fachen Formel 1-Weltmeisters Michael Schumacher im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen, sondern in die beschauliche Ortsgemeinde Kerpen im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Der in den Wettbewerben „Unser Dorf soll schöner werden“ bzw. „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Bundes-, Landes- und Regionalebene mehrfach ausgezeichnete Ort, konnte sich nach Erringen der Goldmedaille im Jahre 1993 gerade in 2013 erneut freuen: das Dorf in der Verbandsgemeinde Hillesheim wurde mit der Bronzemedaille ausgezeichnet und ist somit erneut eines der 24 schönsten Dörfer in der Bundesrepublik Deutschland.

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Pünktlich gegen 14:00 Uhr trafen sich 24 Mitglieder, Familienangehörige und Freunde des Ortsverbandes in der Gastronomie „Das kleine Landcafe“ im Kerpener Ortskern. Die liebevoll umgebaute alte Scheune lädt Besucher zum Verweilen ein. Das urige Lehm- und Natursteingemäuer bietet einen reizvollen Kontrast zu modernen Elementen und zeitgenössischer Kunst. Hier ist ein Treffpunkt für Kreative und Individualisten. Neben wechselnden Kunstausstellungen gibt es anregende Kabarett- und Konzertabende, Krimilesungen, kleines Theater oder auch andere Themenabende. Die kleine Küche verwöhnt u.a. mit selbst gebackenen Kuchen und gutem Kaffee. Die Anwesenden konnten für ein paar Momente den Alltag vergessen, und es sich bei netten Gesprächen und leckeren Speisen und Getränken gut gehen lassen. Nach ca. einer Stunde brachen wir zu einem kleinen Ortsrundgang auf, um die gelungene Dorfsanierung der letzten Jahrzehnte zu bestaunen. Siegfried Schüller (DF9WB), der sich in diesem Jahr dankenswerterweise als Mitorganisator zur Verfügung gestellt hatte, lotste uns durch die schmalen Straßen und verwinkelten Gassen des Ortes, in dem rund 470 Einwohner zuhause sind. Der Weg führte auch zu der vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kerpener Burg. Bei schönstem, spätherbstlichen Wetter mit blauem Himmel und BildSonnenschein, erklommen wir das Bauwerk und konnten so einen wundervollen Blick über die Landschaft der Vulkaneifel genießen. Anfang des 20. Jahrhunderts kaufte der bekannte Eifelmaler Fritz von Wille die Burg und ließ dringende Sicherungs- und Ausbesserungsarbeiten vornehmen. Als der Künstler 1941 verstarb, wurde er auf dem Burggelände beigesetzt. Von 1969 bis 2007 war die Burg Kerpen Eigentum des Kreises Neuss, der sie als Landschulheim nutzte. Dann erwarb eine niederländische Familie die Anlage und unterzog sie im Jahr 2010 einer umfangreichen Renovierung. Heutzutage ist das „Castle Kerpen“ eine Erlebnisburg - an verschiedenen Wochenenden werden Burgfeste gefeiert und u.a. mittelalterliches Handwerk gezeigt sowie Musik zur Unterhaltung der Gäste dargebracht. Zudem befindet sich dort eine Gastronomie mit verschiedensten Übernachtungsmöglichkeiten. Da wir aber noch gestärkt waren, ging es ohne längeren Aufenthalt über eine Wegschleife zurück zum Ort. Bis zum nächsten Programmpunkt blieb noch etwas Zeit. Deshalb fuhren wir in einer PKW-Kolonne nach Hillesheim, um dort unter erneuter Führung von Siegfried Schüller einen kleinen Stadtrundgang zu machen. So langsam brach die Dämmerung herein und es wurde deutlich kühler, deshalb machten wir uns auf zu unserer letzten Station. Das Ziel war die „Historische Wassermühle“ in Birgel. Dieses knapp 11.000 Quadratmeter große Areal ist ein in Europa einzigartiges Mühlen-Erlebniszentrum, dass ein Mühlen-Museum, ein Mühlenlädchen, eine historische Wassermühle, eine Getreidemühle, eine Senfmühle, eine Ölmühle, ein Sägewerk, eine Schmiede, ein Backhaus, eine Hausbrennerei, ein historisches Fachwerkhotel, ein Mühlen- und Tagungshotel, ein Restaurant und nicht zuletzt ein Standesamt beherbergt. Sollte ich etwas vergessen haben, möge man es mir nachsehen, es war schon dunkel und man konnte gar nicht alles so schnell erkennen …!

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„Chefmüller“ Erwin Spohr begrüßte uns recht herzlich in der Brenn-Galerie, die eine restaurierte und wieder funktionstüchtig gemachte Schnapsbrennerei ist. Nachdem er uns anschaulich erklärt hatte, wie es zu all dem hier auf dem Gelände gekommen war, waren wir doch „etwas“ beeindruckt. „Wenn man mit 48 Jahren seinen Beruf an den Nagel hängt und sich vornimmt, die nächsten 50 Jahre nur noch Hobby zu machen, dann spricht man von einem gesunden Geist und von Glück. Ein Lebenswerk wie die historische Wassermühle zu erschaffen und zu unterhalten, erfordert Idealismus und viel Freude an der Arbeit - und man muss ein bisschen verrückt sein!“ Mit diesen Worten übergab er die Gruppe an Alfred Schwermann, der uns im Anschluss die Kunst des Schnapsbrennens näherbrachte. In einem praktischen Versuch konnten wir vorab schon einmal das Endergebnis eines Brennvorgangs kosten, was angesichts der Temperaturen sehr angenehm war. Nachfolgend führte er uns unter fachkundiger Anleitung zu den Sehenswürdigkeiten des Mühlen-Erlebniszentrums. Zuerst ging es zur Ölmühle, deren Funktion und Arbeitsweise uns erläutert wurde. Im Anschluss stoppten wir am Sägewerk, wo das horizontale Gatter in Betrieb gesetzt und ein Baumstamm angesägt wurde. In der Senfmühle erfuhren wir, wie aus der Senfsaat die Maische angesetzt Bildwird und der Eifeler Mühlensenf entsteht. Im Anschluss ging es in das noch mollig warme und gut duftende Backhaus, wo uns Alfred Schwermann unter Erklärungen zeigte, wie in den Steinbacköfen gebacken wird. Dieses Brot kann man auch kaufen bzw. in der angeschlossenen Gastronomie verzehren. Der Abschluss der Besichtigungstour war in der Getreidemühle, die über mehrere Etagen besichtigt werden kann. Auch hier waren die Erläuterungen hilfreich, um die komplexe Mechanik und Antriebskraft zu verstehen. An dieser Stelle endete der Rundgang und wir bedankten uns recht herzlich bei Herrn Schwermann für seine fachkompetente Führung.

Da nun alle hungrig waren, ging es nur durch eine Tür direkt in das „Wirtshaus zum Sägewerk“, wo ein Tisch für 20 Personen reserviert war. Die Wirtshaus-Gastronomie bietet neben rustikaler, bodenständiger Eifelkost auch Feinschmeckergerichte an. Hier ließen es sich alle sichtlich schmecken und bei so manchem Getränk wurde der schöne Tag revuepassieren lassen. Nach ein paar Stunden brachen dann alle auf, um den Heimweg wieder anzutreten. Bedanken wollen wir uns an dieser Stelle als erstes wie immer bei den Organisatoren,Bild ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. In diesem Jahr waren das Siegfried Schüller (DF9WB) und Erwin Gerhards (DF3WI) - danke für die Mühe und die geleistete Arbeit! Dank sagen wollen wir aber auch allen Teilnehmern des Jahresabschlusses, die von Nah und besonders von Fern (Patricia & Dieter Scheu (DG2WR & DF4PZ) angereist waren, denn ohne sie wäre eine solche Veranstaltung auch nicht möglich! Zum Schluss geht der Dank an die besuchten Gastronomien, die mit ihrer Gastlichkeit ebenfalls zum Gelingen des erlebnisreichen Tages beigetragen haben. „Where do we go next?“

Weitere Impressionen gibt es in der Galerie.

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09. November 2013 - Haagen Barschdorf (DG4PB) erhält Goldene Ehrennadel


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Im Rahmen der diesjährigen Herbst-Mitgliederversammlung des Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. (DARC) in Hamm/Westfalen vom 09.11.-10.11.2013, wurde unserem Mitglied Haagen Barschdorf (DG4PB) eine besondere Ehrung zuteil. Neben den beiden Funkamateuren Georg Westbeld (DL3YAT) und Werner Wieand (DL3YDJ) erhielt er für seine Verdienste im Amateurfunk aus der Hand des Vorsitzenden des Deutschen Amateur-Radio-Club, Steffen Schöppe (DL7ATE), die Goldene Ehrennadel des DARC e.V. Hagen Barschdorf (DG4PB) engagierte sich im Programm „Summits on the air“ (SOTA) und „German Mountain Award“ (GMA) und war dort auch als Regionalmanager tätig. Seit März 2010 ist er zudem stellvertretender Distriktvorsitzender des Distriktes Rheinland-Pfalz (K). „Auch vor Deiner Wahl dazu hast Du schon immer für Distriktangelegenheiten zur Verfügung gestanden. Erfahrungen aus Vortätigkeiten hast Du stets in die DARC-Arbeit einfließen lassen. Du bist mehr als nur die rechte Hand“, so Steffen Schöppe (DL7ATE) in seiner Laudatio. „Sobald Du Ideen vorschlägst, trägst Du auch gleich ein Konzept dazu vor“, ergänzte der DARC-Vorsitzende.


[darc]



01. November 2013 - Neuer Referatsleiter „Wettbewerbe“ kommt aus dem OV K34


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Nachdem auf den letzten Regionalmeetings des DARC-Distriktes Rheinland-Pfalz (K) mehrfach berichtet wurde, dass der bisherige Referatsleiter des Referates „Wettbewerbe“, Michael Steinsträßer (DD4MS), sich aus diesem Amt zurückziehen will, wurde „hinter den Kulissen“ nach einem Nachfolger gesucht, der diese Position ab 2014 einnehmen möchte. Der umfangreiche Aufgabenbereich des Referates „Wettbewerbe“ umfasst u.a. die Ausrichtung und Auswertung der „Rheinland-Pfalz-Aktivitätswoche“, der momentan vier „Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabende“ oder beispielsweise auch der Mobil- und Bergwettbewerbe. Die Suche hatte Erfolg, denn freundlicherweise hat sich unser Ortsverbandsmitglied Hans-Peter Fuchs (DG6PY) bereit erklärt, diese fordernde, arbeitsreiche und nicht immer ganz leichte Aufgabe zu übernehmen. Hans-Peter bringt viel Erfahrung aus dem praktischen Funk- und Contest-Alltag mit - gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Referatsarbeit. Die „Rheinland-Pfalz-Aktivitätswoche 2014“ wird erstmals von ihm begleitet. Der Ortsverband Vulkaneifel (K34) dankt Hans-Peter Fuchs im Namen aller Funkamateure für seine bereitwillige Zusage, das Amt des Referatsleiters „Wettbewerbe“ zu übernehmen, und wünscht ihm bei seiner zukünftigen Tätigkeit viel Glück und Erfolg.


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19. - 20. Oktober 2013 - Erneute Teilnahme am WAG-Contest


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Zum 2. Male in Folge nahm eine Gruppe des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) am populären 24-Stunden-Funkwettbewerb „Worked All Germany Contest“ (WAG) teil. Nachdem man sich in den Jahren 2007, 2009, 2010 und 2011 am weltweit größten und bedeutendsten Contest - dem „CQWW DX SSB“ - achtbar geschlagen hatte, galt es sich für das Jahr 2012 einer neuen Herausforderung zu stellen. Der WAG bot sich förmlich an, und nach 24 Stunden konnte man auch ein positives Resümee ziehen. Im Anschluss verständigte man sich darauf, im Jahre 2013 das Ergebnis zu steigern.

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Ein Jahr geht so schnell vorbei … und schon brach der Monat Oktober wieder an. Da der Ort der Aktivität traditionsgemäß (u.a. wegen der HF-Lage) bei Siegfried Schüller (DF9WB) in Dockweiler sein sollte, galt es im Vorfeld nur noch einmal, die Antennenanlage zu checken und eventuell zu reparieren. Dies geschah eine Woche vor Wettbewerbsbeginn. Rolf Haferkamp (DK9WI) unterstützte Siegfried nach Kräften, und nach kurzer Zeit waren die 2el-3-Band-Quad-Antenne für 10m, 15m und 20m - sowie die diversen Drahtantennen für die anderen Bänder überprüft und einsatzbereit. Am Samstag, dem 19.10.2013, bauten Siegfried und Rolf am Vormittag rechtzeitig vor dem Start des Contests die Funkstation auf. Mit einem Kenwood-Transceiver TS-2000 samt Ameritron AL-811H-Endstufe sowie einem Antennenanpassgerät Typ AT2K von Palstar, sollten möglichst viele Funkverbindungen (QSO’s) gemacht und Punkte erreicht werden.

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Verstärkt wurde das Team in diesem Jahr wie immer durch unseren OVV Klaus-Peter Segieth (DL2RPS), erstmals dabei war Karl-Heinz (Charly) Schäfer (DO9CHA). Pünktlich um 14:00 UTC begann das „bunte Treiben“ auf der Kurzwelle. Zwei Funkamateure bildeten immer ein Team an der Station: einer führte die Funkverbindungen durch, der andere loggte die QSO’s im Logbuchprogramm. Da beide die Funkverbindung und damit das Rufzeichen der Gegenstation mithören, wird somit die Fehlerquote minimiert. Die Ausbreitungsbedingungen waren tagsüber gerade auf den höheren Bändern sehr gut. Auf dem 10m-Band konnte man z.B. problemlos Nordamerika und die Karibik erreichen. Allerdings ging das 15m- und 20m-Band am Abend relativ früh „zu“, gegen 22:00 Uhr MESZ war kaum noch eine Funkverbindung möglich.

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Am Sonntag kamen dann noch etliche Einträge in das Logbuch, bevor man um 14:00 Uhr mit einem vorläufigen Endergebnis von 1.232 QSO’s in den Betriebsarten Morsetelegrafie (CW) und Einseitenbandsprechfunk (SSB) schloss. Mit den damit erreichten 659.406 Punkten liegt man ungefähr beim Vorjahresergebnis. Nach Aussage aller Beteiligten hat es „wieder einmal richtig Spaß gemacht“! Großen Dank wie immer an dieser Stelle an Siggi, der abermals uneigennützig sein Funk-Shack samt Antennenanlage zur Verfügung stellte und die Crew kulinarisch verwöhnte.


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20. - 22. September 2013 - Treffen der MRR-Runde in der Vulkaneifel


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Nachdem die Mitglieder der Interessengruppe Military-Radio-Runde (MRR) ihre Treffen in den vergangenen Jahren bevorzugt im Osten und Norden der Republik durchgeführt hatten, wurde für 2013 ein Treffpunkt in einer ganz anderen Region gesucht … schon beim letzten Zusammenkommen im vergangenen Jahr in Frauenwald (Thüringer Wald) wurde bei einem „Dämmerschoppen“ der Gedanke geboren, dass man sich ja auch mal ganz im Westen Deutschlands treffen könnte. Die Region der wunderschönen Vulkaneifel bietet zwar keine adäquaten, militärhistorischen Objekte zur Besichtigung an, bekanntermaßen aber eine Fülle von Natur, schönen Städten und Orten sowie interessante Einblicke in die spannende Erdgeschichte mit den Hinterlassenschaften von Vulkanismus und Römertum. Die Amateurfunkgruppe der Bundeswehr am Standort Daun (AfuGrpBWStO Daun), deren meisten Mitglieder seit einigen Jahren in der MRR aktiv sind, wurde im Vorfeld gebeten, das Treffen in 2013 in der Vulkaneifel vorzubereiten.

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Wir machten uns lange Gedanken über den Veranstaltungsort und fanden schließlich als zentralen Anlaufpunkt das Eifelvereinshaus in Ulmen. Dieses Gebäude war in vielerlei Hinsicht optimal für ein solches Treffen: etwas außerhalb von Ulmen gelegen, dennoch infrastrukturell ideal eingebunden, bietet es 30 Übernachtungsplätze in Mehrbettzimmern mit Nasszelle, einen kleinen sowie einen großen Veranstaltungsraum mit professioneller Theke sowie eine komplette Küche. Um das Gebäude herum ist genügend Platz zur Entfaltung von mehreren Funkstationen mit gleichzeitigem Aufbau verschiedenster Antennenformationen. Zudem ist ausreichend Fläche für Wohnmobile und Camper vorhanden. Ein paar Schritte entfernt gelegen befindet sich die Gastronomie „St. Martin“, die sich als Anlaufpunkt für die Einnahme von Speisen und Getränken hervorragend anbietet. Alles in Allem empfanden wir das Eifelvereinshaus in Ulmen als ideal! Nachdem die umfangreichen Planungen und Vorbereitungen gegen Ende August abgeschlossen waren, konnte es eigentlich losgehen …

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Schon Tage zuvor reisten einige Teilnehmer in der Region an, um die teils sehr weiten Anfahrtstrecken nicht nur für das Treffen auf sich zu nehmen, sondern das Ganze mit einem Kurzurlaub in der Vulkaneifel und darüber hinaus zu verbinden. Los ging es aber eigentlich erst am Freitag, dem 20.09.2013. Nachdem wir am Abend zuvor den Veranstaltungsraum hergerichtet, die Getränke verstaut und uns insgesamt noch einmal ein Bild von der örtlichen Lage gemacht hatten, wollten wir uns morgens um 09:00 Uhr treffen. Peter Segieth (DL2RPS) und Volker Schnitzius (DL1WH) waren pünktlich da, um letzte Vorbereitungen zu treffen und die nach und nach ankommenden Gäste zu begrüßen. Am sogenannten „Meldekopf“ an der Theke des großen Gastraumes wurden dann alle Teilnehmer zuerst eingecheckt und die verwaltungstechnischen Aufgaben erledigt. Schnell stellte sich heraus, dass die vorliegenden Unterlagen nicht ganz der Wirklichkeit entsprachen - das sollte noch ein paar Probleme bereiten … aber das ist bei jeder Veranstaltung so. Über den ganzen Tag verteilt trafen dann soweit alle Teilnehmer des MRR-Treffens ein, ohne das es einen größeren Stau an der Anmeldung gegeben hätte. Nachdem die „Hausgäste“ ihre Zimmer in der Unterkunft bezogen hatten, war für den heutigen Tag eigentlich kein größerer Programmpunkt mehr angesetzt. Die ein- oder andere Funkstation wurde auf dem Gelände aufgebaut, sodass auch aktiver Funkbetrieb möglich war. Vor allem Torsten Paik (DF5LS) aktivierte mit alter militärischer Technik das Treffen, und brachte so manchem Funkamateur das Clubrufzeichen „DLØMRR“ ins Logbuch. BildDie meisten Teilnehmer standen oder saßen aber in lockeren Grüppchen beisammen und unterhielten sich entspannt über - vornehmlich - funktechnische Themen … So verging der Mittag wie im Fluge, und am frühen Abend wurde es Zeit, für das Abendessen zu sorgen. René Weland (DL7WR), der am Nachmittag nach dem QRL eingetroffen war, fuhr mit dem Autor nach Daun, um das dort bei der Unteroffiziersheimgesellschaft (UHG) bestellte Chili con Carne abzuholen. Gegen 19:00 Uhr waren sie wieder zurück und die Essenausgabe konnte beginnen. Sichtlich mundete es allen hervorragend, und ein Nachschlag war auch noch für jeden drin. Nachdem alle satt waren, begrüßte der Vorsitzende der MRR, Gerd Balg (DL7UMG), alle Teilnehmer des Jahrestreffens und referierte im Anschluss über viele relevante Themen der MRR. Nachdem Dieter Traxel (DK5PZ) ebenfalls die Mitglieder begrüßt hatte, folgte zum Abschluss des Abends durch den Autor noch eine kleine multimediale Einweisung in die Vulkaneifel und die Stadt Trier. Hintergrund war der folgende Samstag, an dem der Großteil der Gäste des Treffens einen Tagesausflug in die älteste Stadt Deutschlands machen sollten. Für die Nichtmitfahrer sollten Hinweise und Tipps für lohnende Ausflugsziele in der Region gegeben werden. Nachdem das letzte Bild gezeigt wurde, brachen die meisten Besucher auf, denn der Tag war durch die Anreise doch lang und anstrengend gewesen. Einige blieben noch auf ein letztes Getränk, gegen 23:00 Uhr waren dann aber alle verschwunden.

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Am Samstag begann der Tag für die Ersten gegen 07:00 Uhr. Eine nette Dame des Eifelvereins richtete das Frühstücksbuffet her, das reichlich gefüllt ab 07:30 Uhr eröffnet war. Nach und nach kamen immer mehr Teilnehmer von ihren Nachtquartieren und stärkten sich erst einmal mit belegten Brötchen und Kaffee. Nachdem alle gut gerüstet für den Tag waren, stand auch schon der Reisebus vor der Tür. 31 Personen entschieden sich für den Tagesausflug nach Trier. Der Rest entdeckte die Region auf eigene Faust oder verbrachte die Zeit mit Funken und Gesprächen. Der Bus fuhr pünktlich um 10:00 Uhr los, und unterwegs wurden die Teilnehmer durch den Autor mit reichlich Informationen über die Geschichte der Stadt Trier, von der Römer- bis zur aktuellen Zeit, über die interne Lautsprecheranlage versorgt. Daten und Fakten zu den wichtigsten Bauwerken wie die Konstantinbasilika, der Dom oder die Porta Nigra stießen auf allgemeines Interesse, sodass die Besucher nicht unvorbereitet durch die Stadt laufen mussten. Nach Ankunft gingen wir gemeinsam durch einen Teil des Palastgartens zur Basilika. Da der Zutritt dort leider erst wieder aber 12:00 Uhr möglich war, ging es direkt weiter Richtung Dom. In der Stadt war wieder richtig viel los, sodass es jedem selbst überlassen blieb, ein Bauwerk zu besichtigen oder nicht. Der Stadtrundgang sollte nur dazu dienen, einen ersten Eindruck zu gewinnen. Im Anschluss war ja noch genügend Zeit, alles selbst genau zu entdecken. Auf dem Weg zur Porta Nigra wurde die Gruppe auch schon deutlich kleiner, weil viele diese Option direkt wählten. So waren am Schlusspunkt bei Ankunft am BildKarl-Marx-Haus nur noch wenige Besucher im Schlepptau, was aber eigentlich von vorneherein so gedacht war. Von hier an hatten alle genügend Zeit, die Stadt selbst zu erkunden. Da das Wetter immer besser wurde, nutzen auch alle die Gelegenheit, dies ausführlich zu tun. Gegen 16:00 Uhr trafen sich die Teilnehmer wieder am Ausgangspunkt, um mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise Richtung Eifel anzutreten. Unterwegs machten wir noch einen Zwischenstopp am Parkplatz „Weinfelder Maar“. Dort lud das Wetter regelrecht zum Fotografieren der Wahrzeichen der Vulkaneifel ein. Das Panorama des sogenannten „Totenmaares“ und auch des „Schalkenmehrener Maares“ sind ein Muss beim Besuch der Vulkaneifel. Über enge Sträßchen fuhren wir dann wieder Richtung Ulmen und erreichten das „Hauptquartier“ gegen 18:00 Uhr. Nach kurzer Pause ging es dann gemeinsam zum Abendessen in die nahegelegene Gastronomie „St. Martin“. Dort war im großen Gastraum alles für uns vorbereitet. Mit rund 45 Personen war dieser gut gefüllt und das anstehende Essen in Buffetform ließ wirklich keine Wünsche mehr offen! Ein hervorragendes warmes Buffet mit leckeren Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts mundete sichtlich jedem Teilnehmer. Damit war dies der krönende Abschluss eines schönen Tages. Im Anschluss wurde wieder ins Eifelvereinshaus gewechselt, sodass der Abend bei netten Gesprächen und einigen Getränken harmonisch ausklang.

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Der Sonntag startete wie der Samstag gegen 07:30 Uhr mit dem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Anschließend verabschiedeten sich die ersten Teilnehmer und machten sich auf den Heimweg. Und wie das dann immer so ist: wenn die ersten abfahren, dann entsteht eine Welle des Aufbruchs … um 10:30 Uhr verließ der letzte Gast das Veranstaltungsgelände, und das Organisationsteam begann mit dem Aufräumen, Saubermachen und Verstauen aller Gegenstände. Gegen 11:30 Uhr war alles „klar Schiff“, und nachdem die Beschilderung für den Anreiseweg schließlich entfernt war, verließen auch wir das Gelände und machten uns auf den Nachhauseweg.

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Final danken möchten wir an dieser Stelle allen Mitgliedern der MRR, die den z.T. langen Weg aus Nah und Fern auf sich genommen haben, um den Veranstaltungsort in Ulmen in der Vulkaneifel zu erreichen. Der Dank geht aber auch an den Eifelverein Ulmen, die Unteroffiziersheimgesellschaft Daun (UHG), das Busunternehmen Kröffges in Betteldorf, die Gastronomie „St. Martin“ in Ulmen sowie Peter Segieth (DL2RPS), der sich als Nichtmitglied in hervorragender Art und Weise für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, besonders im Thekendienst, mit eingebracht hat - DANKE Peter! Wo das Treffen im kommenden Jahr stattfinden wird, steht noch nicht genau fest. Möglicherweise wird der Großraum Berlin ein Ziel sein, warten wir es ab.


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20. September 2013 - Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend 80/40m (Teil 4)


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Der vierte und letzte Teil des diesjährigen Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabends fand am Freitag, dem 20.09.2013, zwischen 18:00 - 20:00 UTC auf dem 80m- und 40m-Band statt. Aufgrund einer Parallelveranstaltung, bei der Teile des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) personell gebunden waren, war die Teilnahme seitens des OV nicht ganz so groß wie aus der Vergangenheit gewohnt. Dennoch fanden sich wieder vier Teams und Einzelkämpfer zusammen, um in diesen zwei Stunden so viel wie möglich Punkte zu sammeln, damit der Ortsverband in der Gesamtwertung seine vorderen Platzierungen der letzten Jahre wieder einnehmen kann. Mit von der Partie waren dieses Mal Siegfried Schüller (DF9WB), Hans-Peter Fuchs (DG6PY), das Team der Mittwochsrunde mit DKØMWR sowie Rolf Haferkamp (DK9WI).

Nach Aussagen der Beteiligten war die Aktivität auf dem 80m-Band relativ normal, allerdings muss man einer Tatsache so langsam ins Auge blicken - auch von offizieller Seite: es beteiligen sich immer weniger Funkamateure gerade aus rheinlandpfälzischen Ortsverbänden - und das bei einem rheinlandpfälzischen Funkwettbewerb! Es war ja schon immer so, dass man bestimmte K-DOK’s bei den RLP-Aktivitätsabenden vergeblich gesucht hat. Seit einigen Jahren jedoch geht sukzessive auch die Beteiligung innerhalb der noch aktiven Ortsverbände zurück. Möglicherweise kann man dies auf eine mangelnde Attraktivität zurückführen, denn vergleichbare Wettbewerbe anderer Distrikte haben wieder steigende Teilnehmerzahlen, nachdem man die Ausschreibungsbedingungen überholt und zeitgemäß angepasst hatte. Eine der wenigen Änderungen der letzten Jahre, den klassischen 80m-Teil um das 40m-Band zu erweitern, hat sich wie erwartet nicht zum Positiven entwickelt. Auf dem 40m-Band liegen rheinlandpfälzische Funkstationen zu dem Zeitpunkt in der „toten Zone“, sodass ein spürbarer Anstieg der Multiplikator-Punkte, gerade bei Teilnehmern aus den Distrikten K, Q, G, und F, die den größten Anteil der Aktivisten stellen sollten, nicht möglich ist. Dementsprechend ist es unsinnig, gerade als K-DOK’ler einen Bandwechsel vorzunehmen. Überhaupt nicht zu erklären ist jedoch, warum mal wieder die Distriktsonderstationen so „dünn“ vertreten waren … immerhin hat der DARC-Distrikt „K“ mit DAØRP, DFØRLP, DFØRPJ, DKØRLP, DLØK, DLØRP, DLØYLK und DMØK acht (8) solcher Stationen, die auch als separate Multiplikatoren zählen könnten …

Warten wir ab, wie die Endabrechnung des Jahres 2013 aussehen wird. Eines ist jedoch sicher: wollen wir die lange Tradition des Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabends auch zukünftig erfolgreich fortführen, sind dringende, sinnvolle Änderungen geboten. Ein Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend trägt nur dann zu Recht diesen Namen, wenn auch Rheinland-Pfälzer Aktivitäten zeigen!


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31. August 2013 - Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend 10m (Teil 3)


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Als Ergebnis der Modifikationen des Funkwettbewerbs „Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend“ fand in diesem Jahr erstmals zusätzlich auch ein Teil auf dem 10m-Amateurfunkband statt. Dies sollte u.a. dazu beitragen, die etwas in die Jahre gekommenen Wettbewerbsbedingungen „aufzupeppen“ und die Tendenz der - unter dem Strich - leicht sinkenden Teilnehmerzahlen zu stoppen. Eventuell könnte dies sogar eine interessante Erweiterung des Wettbewerbs darstellen und für mehr Interesse an diesem in den kommenden Jahren sorgen. Ob diese Option gerade auf dem schwierigen 10m-Band gelang, bleibt abzuwarten … bekanntermaßen ist der Frequenzbereich 28 MHz von vielen Faktoren extrem abhängig. Am Samstag, dem 31.08.2013, wagten trotzdem mehrere Funkamateure in Rheinland-Pfalz und in den angrenzenden Bundesländern „den Schritt auf 10m“. Darunter auch einige Mitglieder aus dem Ortsverband Vulkaneifel (K34). Jürgen Bach (DD8PB), Ulli Mewes (DK1PU) und unser OVV Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) wirkten von zu Hause aus mit, Hans-Peter Fuchs (DG6PY) war wieder vom hessischen Feldberg aus zu hören. Siegfried Schüller (DF9WB) und Rolf Haferkamp (DK9WI) machten sich erneut auf den Weg zur BildAnhöhe „Aarlay“ bei Üdersdorf, von wo aus sie schon zum 2m- und 70cm-Teil aktiv waren. Anfangs sah es noch stark nach Regen aus, zumindest konnte man abregnende Wolken in der Ferne gut beobachten. Doch im Laufe der Zeit rissen die Wolken auf und es blieb während der gesamten Aktivität trocken. In der Nähe der Aussichtsplattform baute das Zweimannteam eine 4el-Monobandantenne für das 10m-Band auf, die auf einem einfachen Steckmast knapp vier Meter über dem Erdboden befestigt wurde. Als Transceiver diente ein Kenwood TS-2000, gespeist von einem nagelneuen Güde Inverter Stromerzeuger „ISG 1000“ - die Mimik spielte ausgezeichnet. Bei mäßigen Ausbreitungsbedingungen gestaltete sich der Wettbewerb jedoch äußerst zäh … trotz der guten Antenne und der exponierten Lage fanden über den Aktivitätszeitraum von zwei Stunden nur knapp 40 Stationen den Weg ins Logbuch. Somit ist das Ergebnis - von der Anzahl der Funkverbindungen her gesehen - ungefähr vergleichbar mit dem 70cm-Teil. Allerdings ist der Aufwand hinsichtlich Material und Technik deutlich höher. Ein paar mehr QSO’s verbuchte Hans-Peter auf dem Feldberg. Die „Daheimgebliebenen“ sind jedoch von dieser Aktivität enttäuscht - gerade einmal 10 oder weniger Funkverbindungen sind nicht gerade ein Maß für Spaß und Freude an einem Wettbewerb. Und so ging es wohl vielen Aktiven, die von zu Hause aus funkten. Das 10m-Band ist schwierig, anspruchsvoll, wechselnd Bildund - ja auch launisch … Ob eine Erweiterung des Wettbewerbs mit gerade diesem Band gelungen ist, bleibt fraglich, kann aber so kurz nach Beendigung noch nicht eindeutig beantwortet werden. Seien wir fair und warten die Ergebnisliste der eingereichten Logbücher ab. Gespannt sein darf man auf die Anzahl der Teilnehmer - und deren Reaktionen … Auf jeden Fall findet am 20. September 2013 der letzte Teil der diesjährigen Aktivitätsabende auf dem 80m/40m-Band statt. Hoffen wir, dass eine möglichst hohe Beteiligung für ausreichend Spaß an der Freude sorgen wird.


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24. August 2013 - „Sommer-Event“ des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34)


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Seit einigen Jahrzehnten veranstaltete der Ortsverband Vulkaneifel (K34) in der Regel am 4. Wochenende im August sein traditionelles Sommerfest; in den letzten Jahren immer an der Grillhütte in Kirchweiler bei Daun. In diesem langen Zeitraum hat sich nach Meinung etlicher Mitglieder eine gewisse Routine eingestellt, die durch eine neue Art der Durchführung eine Wiederbelebung erfahren sollte. Durch einen Mehrheitsbeschluss des Ortsverbandes soll die gewohnte Form des Sommerfestes nur noch alle zwei Jahre ausgerichtet werden, im Wechsel mit einem sogenannten „Sommer-Event“, das in Art und Weise an die Durchführung des traditionellen „Jahresabschlusses“ des Ortsverbandes angelehnt ist. Das bedeutet, dass an diesem Tag ein kleiner Ausflug in die Region gemacht wird, bei dem die Mitglieder, Familienangehörige und Freunde des Ortsverbandes - abseits von Funk und Bastelei - Städte, Orte und Sehenswürdigkeiten, begleitet von kulinarischen Leckereien, erleben können. Somit galt es also, in diesem Jahr das „Sommer-Event“ durchzuführen; und in 2014 wird das Sommerfest in gewohnter Art und Weise wieder auf der Agenda stehen.

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Als Ziel unseres Ausflugs wählten wir in diesem Jahr die Stadt Traben-Tarbach an der Mittelmosel aus. Diese hübsche Brückenstadt wurde schon 830 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt, liegt im Landkreis Bernkastel-Wittlich und hat heute knapp 6.000 Einwohner. Der Autor dieses Berichts wurde hier vor nahezu 50 Jahren geboren und ging auch hier 7 Jahre zur Schule. Dies reichte als Expertise völlig aus, um den Ausflug zu organisieren und den Tagesablauf zu planen … somit trafen sich am Samstag, dem 24. August 2013, gegen 11:45 Uhr (leider nur) 8 Mitglieder mit Familienangehörigen und Freunden auf dem Parkplatz des Kloster Machern - nahe der Zeltinger Brücke an der Mosel. Auf dem Plan stand als erstes, mit dem Ausflugsschiff vom Anleger „Kloster Machern“ aus moselabwärts nach Traben-Trarbach zu fahren. Pünktlich gegen 12:05 Uhr wurde die „Romantica“ gesichtet, und kurze Zeit später „enterten“ wir mit rund 20 Personen das knapp 36m lange Schiff. Nach der „etwas holprigen und langwierigen“ Entrichtung des fälligen Fahrpreises, genossen wir die gemütliche Fahrt auf dem Oberdeck des Schiffes unter freiem, leider jedoch bedecktem Himmel. Vorbei an den Ortschaften BildZeltingen-Rachtig, Ürziger Mühle, Ürzig, Erden, Lösnich, Kinheim-Kindel, Kröv und Wolf erreichten wir bei angenehmen Temperaturen nach knapp einer Stunde Traben-Trarbach. Von hier aus ging es erst einmal zur Brückenschenke, dem Wahrzeichen der Doppelstadt. Das 1899 nach einem Entwurf des Berliner Architekten Bruno Möhring im Zeichen des Jugendstils entstandene Bauwerk stellt zwei Wehrtürme - verbunden mit einem Wehrgang - dar. Diese wurden für die erste Moselbrücke in Anlehnung an die alte Stadtmauer von Trarbach gebaut. Der untere Bereich wurde zur städtischen Weinstube eingerichtet, wo nur Weine heimischer Winzer ausgeschenkt wurden. Er war viele Jahre Treffpunkt der Traben-Trarbacher Bürger. In den späteren Jahren wurde der Wehrgang mit einem Dach versehen, und so entstand ein zweiter Gastraum in der oberen Etage. Seit dieser Zeit wird die Brückenschenke ausschließlich gastronomisch genutzt und zieht mit ihrem eigenwilligen Gebäudestil, die Burggemütlichkeit mit Winzerromantik verbindet, viele Gäste in ihren Bann. BildDie komplette obere Etage war für uns reserviert, uns so konnten wir in aller Ruhe bei Kaffee und Kuchen den grandiosen Ausblick auf den Stadtteil Traben genießen. Leider trübte sich während dieser Zeit der Himmel immer mehr ein und es begann langsam zu regnen. Der Autor des Artikels informierte derweil alle Anwesenden über die Stadt Traben-Trarbach hinsichtlich der geographischen Lage, der Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Bauwerke und Veranstaltungen. Zudem gab es die ein- oder andere Anekdote über Land und Leute zu erfahren. Nach einer kleinen Wartezeit ließ der Regen dann auch nach, und alle Beteiligten brachen auf, um die verbleibende Zeit zur freien Verfügung zu nutzen. Da diese jetzt etwas knapp geworden und der Himmel immer noch mittel- bis dunkelgrau war, musste der Spaziergang zu den Gründerzeitvillen am Moselufer vom Stadtteil Traben leider ausfallen. Anstelle dessen ließen sich manche ein Eis aus italienischer Manufaktur schmecken, andere erkundeten das interessante Mittelmoselmuseum - ein Kleinod unter den Museen der Moselregion - oder bummelten einfach nur so durch die Straßen und über die Plätze.

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Kurz nach 16:00 Uhr trafen sich dann alle wieder am Schiffsanleger am Moselufer, um 20min später mit dem Schiff flussaufwärts Richtung Kloster Machern zu fahren. Während dieser Fahrt wurde das Wetter immer besser, sodass wir schlussendlich - unter Berücksichtigung der Wettervorhersage - an diesem Tage doch noch etwas Glück hatten. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Ausklingen lassen wollten wir den Tag im herrlich gelegenen Kloster Machern. In der ehemaligen Zisterzienserinnen-Abtei, die wohl gegen 1238 gegründet wurde und eine sehr wechselhafte Geschichte erlebte, befindet sich u.a. seit dem Jahr 2000 das Restaurant „Brauhaus. Hier gab es wirklich für jeden Geschmack etwas zu essen und zu trinken. Nach einem gelungenen Tag verabschiedeten sich die Teilnehmer gegen 19:30 Uhr und traten in alle Himmelsrichtungen ihre Heimreise an.


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16. - 18. August 2013 - 16. International Lighthouse-/Lightship Weekend (ILLW)


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Eigentlich war - anders als in den Vorjahren - in 2013 keine aktive Teilnahme am International Lighthouse-/Lightship Weekend (ILLW) von Mitgliedern des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) geplant, obwohl zur 16. Auflage der Veranstaltung vorab eine Rekordbeteiligung von weltweit über 500 Leuchtfeuer gemeldet waren. Der Verfasser dieses Berichts hatte die letzten 17 Jahre ununterbrochen entweder als Operator auf einem Feuerschiff an Nord- und Ostsee, oder als „Jäger und Sammler“ in der Eifel bzw. an der Mosel an diesem Event teilgenommen. Jedoch stellte sich schon Anfang des Jahres eine gewisse „Müdigkeit“ hinsichtlich einer erneuten Aktivität ein ... zudem kamen andere Umstände hinzu, die für ein Aussetzen in diesem Jahr sprachen. Auch der zweite Aktivist - Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) - der seit dem Jahre 2002 regelmäßig an der Veranstaltung vornehmlich vom Feuerschiff „Fehmarnbelt“ in Lübeck aus teilnimmt, konnte und wollte aufgrund von persönlichen Gründen in 2013 nicht aktiv werden. Doch wenige Wochen vor Beginn des Events entwickelten sich die Dinge grundlegend anders, und somit wurde kurzfristig doch noch eine Aktivierung ins Auge gefasst. Da mein „bevorzugtes Ziel“ - das Feuerschiff „Amrumbank“ in Emden - in diesem Jahr aus verschiedenen Gründen nicht in Betracht kam, lief alles auf eine erneute Aktivierung der „Fehmarnbelt“ in Lübeck hinaus. Für mich wäre es nach über 10 Jahren eine Wiederkehr auf das letzte Feuerschiff der Ostsee, welches 1984 außer Dienst gestellt wurde. Im Jahre 2002 waren wir damals die Ersten, die von diesem schönen Schiff aus eine Amateurfunkstation betreiben durften. Seither hatte Klaus-Peter die „Fehmarnbelt“ insgesamt achtmal aktiviert, letztmals mit größerer Crew im vergangenen Jahr. Nach kurzer Absprache mit den Verantwortlichen war allerdings klar, dass wir in diesem Jahr nur „in kleiner Besetzung“ operieren könnten, da am Sonntag noch eine Veranstaltung an Bord mit Fahrbetrieb stattfinden sollte. Wir sagten zu, und fortan kümmerte sich Peter dankenswerterweise dieses Mal um die organisatorischen Angelegenheiten.

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Am Donnerstag, dem 15.08.2013, starteten wir zeitig und vollbepackt Richtung Hansestadt Lübeck, die wir aufgrund der Verkehrslage erst am späten Nachmittag erreichten. Aus diesem Grund kam der geplante Aufbau der Funkstationen an diesem Tag nicht mehr in Frage. Zuerst bezogen wir unser gebuchtes Quartier in der Innenstadt und fuhren im Anschluss zum Liegeplatz des Feuerschiffes an den Media Docks im Hansahafen. Nach der herzlichen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Vereins „Feuerschiff für Lübeck e.V.“, Herrn Christoph Rüdiger, räumten wir lediglich schon einmal alles Material an Bord, um dann am kommenden Tag in aller Ruhe die Antennen aufbauen und die Funkgeräte samt Zubehör anschließen zu können. Da wir freundlicherweise einen Schlüssel für den Zutritt zum Feuerschiff erhielten, konnten wir über den gesamten Zeitraum nach unserem Zeitplan „frei schalten und walten“ - an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen! Nach kurzer Einweisung in die örtlichen Gegebenheiten verließen wir auch schon wieder den Ort des Geschehens, um den Abend in einer nah gelegenen Lokalität recht gemütlich ausklingen zu lassen. Am nächsten Morgen waren wir gegen 09:00 Uhr an Bord und begannen sogleich mit dem Aufbau der Antennen. Als Hauptstrahler diente - wie in all den Jahren zuvor - eine simple Windom FD-4, die vom Bug aus an der Laterne entlang bis zum Heck gespannt wurde. Feuerschiffe besitzen alle eine gewisse Größe, die ideal ist für solch eine Multibandantenne. Inverted-V gespannt hat sich eine Windom in vielen Jahren immer bewährt und für diese Zwecke als absolut ausreichend erwiesen. Nach Anschluss an einen Yaesu FT-897 mit LDG-Automatiktuner hatten wir auf nahezu allen Bändern ein Stehwellenverhältnis von 1:1 zu verzeichnen. Die zweite Station sollte schon von der Polarisationsebene der Antennen her entkoppelt werden, damit wir Bilduns beim simultanen Funkbetrieb auf zwei unterschiedlichen Frequenzbändern so wenig wie möglich „HF-mäßig ins Gehege“ kommen sollten. Somit bauten wir auf dem Vorschiff eine Vertikalantenne auf. Diese von Walter Spieth (DK9SQ) entwickelte und vertriebene vertikale Multiband-Antenne („SQ-Vertikal“), die mittels seines bekannten GFK-Mastes („Spieth-Mast“) aufgebaut wird, wurde auf das bevorzugte 40m-Band eingestellt und fest mit der umlaufenden Reling verzurrt. Am anderen Ende der Koaxialzuleitung schlossen wir einen Alinco DX-70 an. Zur besseren Anpassung leistete ein Kenwood Antennentuner AT-130 wie immer hervorragende Dienste. Auch hier war mühelos ein Vor-/Rückverhältnis von 1:1 zu erzielen. Nach vorschriftsmäßiger und anzuratender Erdung der Gerätschaften an das Potential des Schiffes war der Aufbau abgeschlossen. Ich arbeitete von nun an ausschließlich auf dem 40m-Band in den Betriebsarten Telegrafie (CW) sowie Einseitenband-Sprechfunk (SSB) mit der „SQ-Vertikal“, Peter übernahm die Bänder 80m und 20m (zeitweise auch 30m und 17m) mit der Windom FD-4. Wir hatten jeweils zusätzlich während des Funkbetriebes die bewährten Bandfilter der amerikanischen Firma „Dunestar“ in die Speiseleitungen eingeschliffen, somit war zumindest ein störungsfreier Betrieb auf dem 80m-, 40m- und 20m-Band möglich. Für die WARC-Bänder sind diese Filter leider noch nicht beschafft worden, das wird aber sicherlich noch nachgeholt. Diese Tiefpässe sind ihr Geld wirklich wert, denn dadurch ist ein Simultanbetrieb auf zwei unterschiedlichen Frequenzbändern auf so engem Raum ohne Probleme möglich. Der Funkbetrieb unter „DLØFFF“ gestaltete sich am diesem Tag jedoch etwas zäh und schwer, da die Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle ziemlich schlecht waren ... zudem war die Zahl potentieller Funkpartner sehr gering. Wir entschlossen uns, frühzeitig Abendbrot zu essen, um danach noch einmal die Bedingungen zu checken Aber auch zu dem Zeitpunkt kamen nur wenige QSO's ins Logbuch, und so brachen wir noch vor 22:00 Uhr Ortszeit ab - in der Hoffnung - dass der kommende Samstag mehr Erfolg bringen würde ... doch diese Erwartungen sollten sich nicht erfüllen - ganz im Gegenteil!

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Nach dem Frühstück im Hotel fuhren wir direkt zum Feuerschiff und begannen sogleich mit dem Funkbetrieb. Sofort konnten wir feststellen, dass mal wieder ein Funkwettbewerb im Gange und somit das 40m-Band kaum noch nutzbar war - zumindest der Telegrafiebereich war wieder hoffnungslos dicht. Auch auf dem 20m-Band waren fast nur Funkstationen zu vernehmen, die am russischen „RDA-Contest“ teilnahmen. Erinnerungen an das vergangene Jahr kamen auf: auch dort war der Samstag kaum noch als ILLW-Aktivität zu gebrauchen, da Conteste heutzutage ohne Rücksicht auf Verluste gefahren werden! Und genauso kam es dann auch ... russische Stationen wurden mit zunehmender Tageszeit auf allen Bändern immer stärker, und im gleichen Maße nahmen die Aktivitäten der Leuchttürme und Feuerschiffe ab. Dies konnte man auch schön im dx-Cluster beobachten, am späten Nachmittag wurden kaum noch Leuchtfeuerstationen gemeldet. Die Bänder waren dicht mit russischen Rufzeichen - das übliche „Contestgeschreie“ nahm seinen Gang - genau wie im letzten Jahr ... gibt es denn überhaupt noch ein Wochenende im Jahr, an dem kein Contest stattfindet??? In all den Jahren war das 3. Wochenende im August soweit immer contestfrei, seit den letzten beiden Jahren ist dieser paradiesische Zustand nun auch endgültig vorbei ... Die Ausbreitungsbedingungen auf den WARC-Bändern konnte man auch nicht gerade als gut bezeichnen, somit war der Samstag gelaufen! Zu diesem Zeitpunkt besuchte uns Iris Klempau an Bord. Iris ist die Betreiberin der informativen Homepage www.feuerschiffseite.de und wollte mal schauen, was wir so alles anstellten ... Außerdem brachte sie einen leckeren Kuchen mit (danke dafür!), und so ließ es sich bei frischem Kaffee gut klönen. Wie in 2012 stellten wir zwischen 14:00 Uhr und 19:00 Uhr mehrfach entnervt den Funkbetrieb ein - die QSO-Ausbeute des Tages war nicht nennenswert ... Nach dem Abendessen wurde noch einmal ein Versuch gestartet - ein paar Funkverbindungen auf dem 80m-Band gelangen noch - aber gegen 22:00 Uhr verließen wir endgültig die Station für diesen Tag.

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Nach einer kurzen Nacht fuhren wir am frühen Sonntagmorgen mit einem flauen Gefühl in der Magengegend wieder zum Feuerschiff ... der Contest lief immer noch! Doch er sollte gegen 08:00 UTC verstummen … was für eine Freude für die Ohren! Sogleich begannen wir auf den Bändern mit dem Funkbetrieb. Die Ausbreitungsbedingungen waren deutlich besser als in den Tagen zuvor. Stationen aus ganz Europa waren mit spürbar kräftigeren Signalen zu arbeiten. Gegen 09:30 Uhr kamen die ersten Crewmitglieder an Bord, um mit den Vorbereitungen für den Fahrbetrieb zu beginnen. Wir begannen, die „SQ-Vertikal“ abzubauen und zu verstauen. Anstelle dessen kam eine „Outbacker“ mit Magnetfuß, die auf metallischem Untergrund direkt auf dem Schiff angebracht wurde, fortwährend zum Einsatz. So langsam fanden sich dann auch die Gäste an Bord ein ... gegen 11:15 Uhr wurde das Schiff von der Landstromversorgung getrennt, um eine Viertelstunde später abzulegen. Die Fahrt mit der Fehmarnbelt begann - und wir wechselten unser Rufzeichen auf „DLØFFF/m“ - nicht „maritim mobil“ - sondern nur „mobil“, da wir die Hoheitsgewässer ja nicht verlassen sollten ... und von nun an waren wir gefordert! Ich machte auf dem 40m-Band mit der Windom FD-4 Antenne, Peter mit der Outbacker vorwiegend auf dem 20m- und 80m-Band Funkbetrieb in CW und SSB. Es entstanden z.T. mächtige pile-up's, die routiniert abgearbeitet wurden. Jetzt machte es richtig Spaß, und so war man das eigentlich auch aus der Vergangenheit gewohnt (schließlich macht man sich ja auch genau dafür auf den langen Weg an Deutschlands Küsten ... ) Während des gesamten Fahrbetriebs von Lübeck an, Trave abwärts über Travemünde bis auf die Ostsee und zurück, rissen die pile-up's nicht ab! Wir als Funker hatten nicht Bild viel von der Fahrt, das Wetter lud auch nicht gerade zum Verweilen auf dem Oberschiff ein ... es war grau, diesig, regnerisch und kühl an diesem Tag, alles andere als angenehm. Wir machten über 6 Stunden durchgehend Funkbetrieb, um so vielen YL's und OM's die Möglichkeit zu geben, ein Feuerschiff im Fahrbetrieb ins Logbuch zu bekommen. Am Ende standen - alleine nur unter „DLØFFF/m“ - 632 QSO's im Log - ein voller Erfolg! Vielen Dank an alle Anrufer und Entschuldigung an die, die wir in dem Tohuwabohu nicht aufnehmen konnten ... wir haben unser Möglichstes gegeben! Dieser Sonntagnachmittag hat zwar bei weitem nicht den Misserfolg der Vortage wettgemacht, aber immerhin war es eine kleine Entschädigung ... Gegen 17:45 Uhr machten wir wieder am Liegeplatz im Hansahafen fest, und damit endete auch für uns der Funkbetrieb anlässlich des ILLW 2013. Knapp 1.300 Funkverbindungen standen schließlich im gemeinsamen Logbuch. Das ist unter normalen Umständen das Ergebnis von Peter oder mir alleine … Wir bauten die beiden Funkstationen wieder ab, reinigten den Funkraum, entfernten die Antennen vom Schiff und verstauten die gesamte Ausrüstung im Auto. Anschließend gingen wir mit dem 1. Vorsitzenden Christoph Rüdiger noch in die nahegelegene Lokalität zum gemeinsamen Abendessen. Nach einem netten Abend verabschiedeten wir uns herzlich und bedankten uns nochmal für die freundliche und zuvorkommende Aufnahme. Nach einer geruhsamen Nacht und einem ausreichenden Frühstück im Hotel, traten wir gegen 09:00 Uhr die Heimreise an. Nach ca. 5,5 Stunden Fahrzeit erreichten wir wieder wohlbehalten die Vulkaneifel.

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An dieser Stelle nochmals der Dank an den Verein „Feuerschiff für Lübeck e.V.“, ganz speziell in Persona Herrn Christoph Rüdiger, für das entgegengebrachte Vertrauen und die nette Art und Weise der Aufnahme an Bord des Feuerschiffes! Wir fühlten uns mal wieder als Teil der Crew! Ob wir in den kommenden Jahren nochmals im Rahmen der ILLW-Aktivitäten von Bord aus qrv werden, bleibt abzuwarten. Die Contest-Problematik lässt dies als eher unwahrscheinlich erscheinen. Man muss keine 650km quer durch Deutschland fahren, um sich dann einen Contest um die Ohren hauen zu lassen ... vielleicht werden wir aber mal wieder außer der Reihe eine Aktivität starten, es wäre immerhin ein kleines Jubiläum - zum 10ten Mal hieße es: „CQ - hier ist DLØFFF - Funkaktivität Feuerschiff Fehmarnbelt!“


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14. Juli 2013 - Erfolgreicher 8. Vulkaneifel-Fieldday mit guter Beteiligung


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Bereits zum 8. Male richtete die „Mittwochsrunde“ im Ortsverband Vulkaneifel (K34) am Sonntag, dem 14.07.2013, den - man kann mittlerweile schon sagen - traditionellen „Vulkaneifel-Fieldday“ aus. Bei herrlichem Sommerwetter fanden viele Mitglieder des Ortsverbandes sowie einige Gäste ab 10.00 Uhr morgens den Weg zur Rothenbusch-Schutzhütte in der Nähe von Ulmen bzw. Meiserich. Der als „Familien-Fieldday“ bekannte Event hielt einmal mehr, was er versprach: auf dem weitläufigen und herrlich abgelegenen Areal konnte man zum einen nach Herzenslust Antennenexperimente durchführen, (Portabel-) Funkgeräte in den verschiedensten Betriebsarten ausprobieren und über die vielfältigen Themen des Amateurfunks fachsimpeln. Zum anderen konnten aber auch die Familienangehörigen und Freunde ungestört klönen, selbst für mitgebrachte Haustiere war reichlich Auslauf vorhanden. Die in der Einladung angesetzte Eigenverpflegung klappte dank eines vorhandenen Gaskochers vorzüglich. So ließen sich die Teilnehmer die mitgebrachten Salate, Fleischspeisen, Kuchen und Brote schmecken, ohne dass im Vorhinein ein größerer logistischer Aufwand von Nöten gewesen wäre. Die angenehmen Temperaturen und der stetig leicht gehende Wind sorgten für eine behagliche Stimmung. Alles in allem war auch die 8. Auflage des „Vulkaneifel-Fieldday“ eine gelungene Sache.Bild Einige Bildimpressionen finden Sie in der Galerie.

Dank gilt an dieser Stelle den Organisatoren der Veranstaltung! Wir hoffen, uns im kommenden Jahr alle gesund und munter wieder an der Schutzhütte treffen zu können, um mit viel Spaß und Freude den neunten „Vulkaneifel-Fieldday“ begehen zu können.


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28. - 30. Juni 2013 - 38. HAM-Radio in Friedrichshafen erfolgreich verlaufen


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Nach offiziellen Angaben kamen vom 28. - 30.06.2013 rund 15.300 Besucher zur 38. HAM-Radio bzw. zum 64. DARC-Bodenseetreffen nach Friedrichshafen. Das sind ca. 500 Besucher mehr als im vergangenen Jahr - doch ist damit die Trendwende eingeleitet?! In den letzten Jahren verzeichnete die HAM-Radio eigentlich stetig einen z.T. herben Besucherrückgang. Immer mehr Aussteller blieben dem Messegelände fern, dies zog eine immer kleiner werdende Schar von Besuchern mit sich … die Spirale schien sich immer weiter zu drehen. Und als im Frühjahr aus den einschlägigen Amateurfunkmedien zu entnehmen war, dass der seit vielen Jahren flächenmäßig größte Aussteller - die Firma WiMo aus Herxheim - in 2013 ebenfalls nicht mehr auf der HAM-Radio anwesend sein wird, standen arge Befürchtungen im Raum: ist das jetzt der Anfang vom Ende der Messe? Es scheint nicht so … nicht nur die offiziellen Zahlen bestätigen das, sondern auch das „gefühlte Erlebnis“ war so - es kamen wieder mehr Besucher zur Messe! Woran es letztlich gelegen hat, wird schwierig zu ergründen sein. Lag es am unangenehmen Wetter (relativ kühle 15-20 Grad, Regen), dass sie Menschen lieber in den trockenen Hallen flanierten als dick eingepackt am See zu sein? Oder tritt doch so langsam die Wende im Denken der Funkamateure ein, dass die HAM-Radio nicht nur ein Ziel für Einkäufe, sondern vielmehr ein Treffpunkt für Gleichgesinnte ist, um sich zu sehen, zu fachsimpeln, sich weiterzubilden, Neues zu erleben, gemeinsam ein paar schöne Tage zu verbringen usw. Denn auch die vergangene Interradio in Hannover sowie der Amateurfunkmarkt in Dortmund verzeichneten wieder mehr Besucher. Warten wir es ab, Genaues kann man in 2014 dazu berichten.

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Doch wie war die „HAM“ ansonsten? Der Ortsverband Vulkaneifel (K34) war wieder sehr stark vertreten: mit Joe (DA1KW), Jürgen (DD8PB), Siggi (DF9WB), Haagen (DG4PB), Hans-Peter (DG6PY), Hans-Dieter (DK5PZ), Rolf (DK9WI), Volker (DL1WH), Klaus-Peter (DL2RPS) und Gerd (DL8UE) nebst Familienangehörigen und Freunden waren 10 Mitglieder - also fast ein Drittel des Ortsverbandes - vor Ort! Die äußeren Wetterbedingungen, wie oben schon angeführt, blieben für die Jahreszeit und die Region deutlich hinter dem zurück, was man sonst so in den vielen Jahren hier erlebt hatte. Aber für den Messebesuch war es sehr angenehm, denn man kam dieses Mal nicht so sehr ins Schwitzen. Augenscheinlich fehlte neben der Firma WiMo auch der langjährige Aussteller Boger Electronics GmbH aus Aulendorf sowie der große britische Händler Waters & Stanton. Ansonsten waren soweit alle bekannten Anbieter vor Ort. Die „3 Großen“ wie Kenwood, Yaesu und Icom mit auffällig großen Messeständen, aber auch Hilberling war nicht zu übersehen. Viele Bildandere bekannte Marken wie Elecraft oder die SDR-Radio-Anbieter FlexRadio Systems, SSB-Electronic, WiNRADiO oder WoodBoxRadio waren ebenfalls vertreten. Das Angebot durch Fachhändler wie Difona, Grenz, Knauer und einige ausländische Anbieter war ausreichend. Der Antennen- und Zubehörmarkt konnte sich gleichermaßen sehen lassen. Mit OptiBeam und Spiderbeam war für jedes Grundstück und jeden Geldbeutel der passende Anbieter vor Ort, den Unterbau konnte man sich bei Luso oder Hummelmasten anschauen. Auch der Bedarf an Lesestoff konnte gestillt werden: der DARC-Verlag, Verlag Funkamateur sowie VTH-Verlag boten ein großes Spektrum an Fachliteratur und Wissenswertem. Ansonsten war ein breites Angebot in der Halle 1 zu bestaunen, und die Gänge waren die ganze Messe über dicht gedrängt. Der Bereich der Verbände, Clubs, Organisationen und Gruppen war auch in diesem Jahr großzügig ausgelegt. Die bunte Mischung macht den Reiz und verleitet dazu, öfter einmal die Runde zu drehen und den ein- oder anderen Stand zu besuchen. Einzig der Flohmarkt wird von Jahr zu Jahr kleiner, die Zeit dafür scheint so langsam zu Ende zu gehen. In 2013 waren noch zwei große Hallen gefüllt - dennoch führt für die meisten Besucher der erste Weg am Morgen hier hin - man könnte ja eventuell doch noch ein Schnäppchen machen. Und trotz - oder gerade wegen dem riesigen Angebot - findet man immer wieder etwas, was man schon lange gesucht hat oder gerade aktuell gut gebrauchen kann. Der Flohmarkt gehört zu jeder guten Amateurfunkmesse - auch wenn er kleiner wird - ganz verschwinden wird er nie, und das ist auch gut so.

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Noch ein paar Gedanken zum Thema Glück … in diesem Jahr fand im Rahmenprogramm zur HAM-Radio erneut an allen drei Tagen eine hochwertige Tombola statt, die durch den DARC und Sponsoren gestaltet wurde. An insgesamt 10 Ziehungsterminen konnten z.T. sehr hochwertige Preise im Gesamtwert von 20.000 € „ergattert“ werden. So war z.B. der Hauptpreis zum Abschluss am Sonntag ein von den Firmen Difona und Yaesu zur Verfügung gestellter Transceiver FT-DX3000D, den ein neunjähriger Besucher mit seinem Vater aus Oberbayern gewann. Als zweiten Preis gab es einen Transceiver IC-7410 zu gewinnen, den Icom Europe zur Verfügung gestellt hatte. Ein altes Schweizer Sprichwort in rätoromanischer Sprache sagt: „La furtüna sto per via, chi la piglia e chi passa speravia.“ - „Das Glück steht am Wege; der eine nimmt es, und der andere geht daran vorbei.“ Ein hier nicht genanntes Mitglied aus unserem Ortsverband lief ganz und gar nicht daran vorbei, sondern nahm es gleich mehrfach mit … am Freitag war der Gewinn eines Spiderbeams der Anfang der Glückssträhne. Am Samstag ging es mit einem Handfunkgerät der Firma Kenwood (FM Dual Bander TH-F7E) sowie dem neu erschienenen „Rothammels Antennenbuch“ in der 13. Auflage weiter. Der krönende Abschluss erfolge am Sonntag mit dem Gewinn eines All-Mode-KW-Transceivers Kenwood TS-590S. Somit war die Stationsausrüstung komplett - Herzlichen Glückwunsch noch einmal!

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Alles in allem hat die HAM-Radio 2013 gut gefallen! Das Treffen von bekannten Stimmen aus dem Äther, das Wiedersehen von alten und das Kennenlernen von neuen Funkamateuren, der Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten, das Zusammentreffen mit anderen Kulturen - das macht diese größte Amateurfunkveranstaltung auf europäischen Boden aus! Der Veranstalter und Ausrichter, die Messegesellschaft, die Aussteller und Besucher tragen gleichermaßen - alle gemeinsam - zum Gelingen dieser HAM-Radio bei. Sollte der Trend der schwindenden Beteiligung seitens Aussteller und Besucher etwas gestoppt sein, und sich die langsame Erholung durch ansteigende Besucherzahlen fortsetzen, dann könnten auch wieder mehr Aussteller an den Bodensee reisen, um UNSERE HAM-Radio noch attraktiver werden zu lassen. Ein Anfang wurde auf jeden Fall in 2013 gemacht - hoffen wir für das kommende Jahr das Beste!


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15. Juni 2013 - Teilnahme am AGCW VHF-/UHF-Contest


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Die Arbeitsgemeinschaft Telegrafie e.V. (AGCW-DL) veranstaltet vierteljährlich einen Kurz-Contest in Morsetelegrafie (CW). Dieser findet von 14:00 – 17:00 UTC, also für drei Stunden auf dem 2m-Band (VHF), sowie von 17:00 – 18:00 UTC für eine Stunde auf dem 70cm-Band (UHF) statt. Wie im Vorfeld angekündigt, nahm ich am Samstag, dem 15.06.2013, vom Eselsberg in der Vulkaneifel aus an dieser Aktivität der AGCW teil. Da ich früher schon öfter an diesem Wettbewerb mitgemacht hatte, wusste ich, was auf mich zukommt. In erster Linie ging es mir aber darum, erneut das „Feeling“ für diese beiden klassischen UKW-Bänder zu bekommen bzw. mich da wieder „rein zu hören“. Weiterhin wollte ich unbedingt mein - inzwischen schon etwas angestaubtes - VHF-/UHF-Equipment testen.

Mit meinem vollgepackten Kombi samt Anhänger, den mir Hagen Barschdorf (DG4PB) freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte (Danke Hagen!), fuhr ich zunächst zu Siegfried Schüller (DF9WB), um dort dessen neuen Rasenmäher aufzuladen. Siggi ließ es sich jedoch nicht nehmen und bereitete mir persönlich unterhalb des Antennenmastes auf dem Eselsberg einen gut gemähten Standplatz. Das war auch nötig, denn die Wiese dort oben war mehr als Bildeinen halben Meter hoch - danke nochmals Siggi! Die komplette Technik funktionierte auf Anhieb - sogar das 2-KW Stromaggregat, welches zuletzt vor ca. 5 Jahren in Betrieb war, sprang auf Anhieb an. Die Funkbedingungen (condx) waren jedoch nur mäßig bis normal. Leider musste ich feststellen, dass immer weniger Funkamateure Telegrafie auf dem 2m- bzw. 70cm-Band praktizieren. Allerdings, und das war sehr schön, spitzte das benachbarte Ausland die Ohren und machte bei einem solch kleinen - eigentlich nationalen Contest - rege mit. Was aber eigentlich noch schöner war ist die Tatsache, dass man mit dieser tollen Antenne gehört wird (40 Elemente für 2m)!! So wurde ich mit querstehender Antenne aus England (G), der Schweiz (HB9) und Frankreich (F) angerufen. Was jetzt die CW-Aktivitäten in Deutschland (DL) betreffen, so bekommt man bei unserer Antenne den Eindruck, als ob sich nur noch Funkamateure im Osten bzw. Südosten unserer Republik auf den Bändern aufhalten. Leider war unser Rundstrahler in diesem Zusammenhang überhaupt nicht zu gebrauchen: alle UKW DX‘er senden natürlich horizontal und nicht vertikal polarisiert. Ich habe also den Rotor fleißig benutzt und systematisch in alle Richtungen gerufen, nur ersetzt dies natürlich kein „rundherum hören“. Eine „Big Wheel“ oder ein einfacher „Halo Ring“ wäre erheblich besser als eine Vertikalantenne!

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Das 70cm-Band ist wirklich etwas Besonderes - die Signale dort sind deutlich leiser. Aber, und dass spricht wieder für unsere Antenne: ich habe selbst die gerade noch lesbaren Signale sendeseitig erreichen können. Leider versagte dann kurz vor Ende - gerade auch im 70cm-Teil - unser Rotor seinen Dienst. Man hörte zwar deutlich die sich lösende Magnetbremse, aber nichts drehte sich mehr - schade. So stellte ich dann ca. 20 Minuten vor Ende der Aktivität den Sende- und Empfangsbetrieb ein. Hier noch ein paar Daten zum Schluss: die Ausgangsleistung auf VHF betrug ca. 450 Watt, auf UHF ca. 200 Watt. Am Ende stehen 48 erfolgreiche Funkverbindungen auf dem 2m-Band sowie 9 auf dem 70cm-Band zu Buche. Die weiteste Funkverbindung auf VHF ging in den Raum nördlich von Prag, auf UHF südlich von München. Wie eingangs schon erwähnt: die condx waren mäßig, bei angehobenen Bedingungen wären größere Reichweiten möglich gewesen.

Fazit: ich würde sehr gerne noch einmal einen ausgewiesenen Contest auf dem 70cm-Band mitmachen, dann aber vom Equipment her mit deutlich spitzeren Ohren … Kurzwellen-Transceiver, Transverter und Endstufe. Trotzdem hat es Spaß gemacht.


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05. Juni 2013 - DH8RM - Silent Key


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Tief betroffen gibt der Ortsverband Vulkaneifel (K34) bekannt, dass sein langjähriges Mitglied Roman Mattes (DH8RM) am Mittwoch, dem 05. Juni 2013, bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Roman, dessen zweites großes Hobby die Fliegerei war, stürzte am frühen Abend in der Nähe von Bitburg in der Eifel aus bisher noch ungeklärter Ursache mit seinem Ultraleichtflugzeug ab. Mit an Bord befand sich eine weitere Person, die bei diesem entsetzlichen Unglück ebenfalls ihr Leben verlor.

Roman, der erst im Dezember 2012 seinen 50. Geburtstag feierte, war seit vielen Jahren ein geschätztes Mitglied in unserem Ortsverband. Durch seine nette, freundliche und zuvorkommende Art war er allseits beliebt. Seine große Hilfsbereitschaft zeichnete ihn innerhalb und außerhalb des Ortsverbandes aus, in allen Lebenslagen war er ein gern gesehener Gesprächspartner. Bei vielen Veranstaltungen war Roman zugegen und stellte sich uneigennützig in den Dienst der Gemeinschaft. Über Jahre begleitete er das Amt des Kassenwartes innerhalb des Ortsverbandes. Aufgrund seines enormen technischen Verständnisses war er ein Ratgeber bei vielen Fragen, die sonst unbeantwortet geblieben wären. Als ehemaliger Digipeater-Verantwortlicher von „DBØDAU“ (alt) betreute er die Anlage auf dem „Radersberg“ bei Dreis-Brück bis zu ihrem endgültigen Rückbau. Später baute Roman in Eigenregie das Relais „DBØDAU“ (neu) auf der „Hardt“ bei Mehren auf, und betreute es bis zu seinem unerwarteten Tode gewissenhaft und selbstlos. Roman war auch Mitglied in der Amateurfunkgruppe der Bundeswehr am Standort Daun. Seit seinem Dienstantritt in den 90er-Jahren war er hier recht oft an der Clubstation „DFØDA“ anzutreffen, wo er sich an vielen Aktionen beteiligte und sich auch ungefragt aktiv ins Geschehen mit einbrachte. Roman Mattes wird eine schmerzhafte Lücke in den Reihen des Ortsverbandes Vulkaneifel hinterlassen, wir werden ihn vermissen und ihn stets in dankbarer Erinnerung halten. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie sowie seiner jetzigen Lebenspartnerin.


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18. Mai 2013 - Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend 70cm (Teil 2)


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Anders als zum Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend auf dem 2m-Band am 08. Mai 2013, waren die äußeren Bedingungen beim 2. Teil auf dem höherfrequenten 70cm-Band deutlich freundlicher und angenehmer. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen nahe der 20-Gradmarke machten die Funkaktivitäten allen Beteiligten sichtlich mehr Spaß. Dennoch war die Beteiligung offensichtlich nicht größer als in den letzten Jahren auch. Im Prinzip stagniert die Veranstaltung „Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend“ hinsichtlich der Teilnehmerzahl seit geraumer Zeit, auch versuchsweise eingeführte Regeländerungen haben daran nichts geändert.

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Pünktlich um 18:00 UTC war es auf jeden Fall wieder soweit, und überall im unteren Segment des 70cm-Bandes hieß es „CQ Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend“. Die Aktiven des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) waren die gleichen wie 10 Tage zuvor beim ersten Teil auf dem 2m-Band. Mit von der Partie waren: auf der „Aarlay“ (557m ü. NN) bei Üdersdorf das bewährte Gespann Rolf Haferkamp (DK9WI) und Siegfried Schüller (DF9WB), OVV Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) meldete sich vom 637m über NN gelegenen „Eselsberg“ bei Dockweiler, und das Team der Mittwochsrunde (DKØMWR) vom rund 675m ü. NN hohen „Hochkelberg“ bei Kelberg in der Vulkaneifel. Hans-Peter Fuchs (DG6PY) fand erneut den Weg auf den hessischen „Großen Feldberg“, der mit rund 880m über NN der höchste Berg des Mittelgebirges Taunus und damit gleichzeitig auch der höchste Berg des gesamten Rheinischen Schiefergebirges ist.

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Wie eingangs schon erwähnt, war die Beteiligung auf diesem - im Vergleich zum 2m-Band - etwas „schwierigeren“ Funkband nicht viel anders als in den vergangenen Jahren auch. Trotz tollen äußeren Bedingungen wurden nicht mehr Funkamateure auf die Berge und Hügel von Rheinland-Pfalz und den benachbarten Bundesländern gelockt. Bleibt abzuwarten, wie der neu hinzukommende 3. Teil des Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabends am 31. August 2013 auf dem 10m-Band angenommen wird. Der Dank gilt wie immer den Aktiven des eigenen Ortsverbandes sowie den Funkamateuren von Rheinland-Pfalz und darüber hinaus, die sich an der Veranstaltung aktiv beteiligt haben. Auch hier sei zum Schluss der Hinweis erlaubt: Funkkontakte mit Stationen aus dem Ortsverband Vulkaneifel (K34), aber auch mit anderen rheinland-pfälzischen Ortsverbänden (K01, K20, K31, K36, K45, K47 und K48) zählen für die wunderschöne „Vulkaneifel-Trophy“.


[dl2rps]



11. - 12. Mai 2013 - Aktivitäten anlässlich „Mills on the air“


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Was wird auf dieser Welt im Bereich des Amateurfunks nicht alles „aktiviert“ - über vieles davon kann man sich streiten, aber eines haben alle Programme gemeinsam - im Laufe der Zeit wurden sie äußerst erfolgreich und ihr Ursprung liegt meist in Großbritannien: Inseln (Islands on the air - IOTA), Berge (Summits on the air - SOTA), Burgen und Schlösser (Castles on the air - COTA), Leuchtfeuer (Lights on the air - WLOTA), Kirchen und Kapellen (Churches and Chappels on the air - CHOTA), seit einigen Jahren auch Bunker (Bunkers on the air - BOTA), neuerdings sogar Bahnhöfe und Züge (Railways on the air - ROTA) und - über Sinn und Unsinn lässt sich in dem Fall streiten - Autobahnraststätten … Seit vielen Jahren gibt es jedoch immer im Monat Mai ein weiteres und besonderes Event, dass von Jahr zu Jahr mehr begeisterte Funkamateure auf die Funkbänder lockt: „Mills on the air“ (MOTA). Es findet am gleichen Wochenende wie das „National Mills Weekend“ in GB statt. Vergleichbar ist diese Veranstaltung mit dem in Deutschland stattfindenden „Nationalen Mühlentag“, an dem alte Wind- und BildWassermühlen ihre Tore geöffnet haben, und sich die Besucher so über diese technischen Baudenkmäler vor Ort informieren können. In Großbritannien besitzt diese Veranstaltung gesellschaftlich (wie so viele andere auch) einen größeren Stellenwert, und so pilgern jährlich tausende Besucher in die z. T. sehr abgelegenen Mühlen. Seit vielen Jahren spielt der Amateurfunk dabei eine sehr große Rolle, denn neben der Öffentlichkeitsarbeit erscheinen an diesem Wochenende nahezu 60 bis 80 Sonderrufzeichen mit einem „GB-Prefix“ auf den Funkbändern, meist auf dem 40m-Band in Sprechfunk (Einseitenband - SSB) und Telegrafie (CW). Man findet sie aber auch auf dem 80m-, 30m- und 20m-Band, allerdings nur vereinzelt. Seit ein paar Jahren ist die Idee auch über den Ärmelkanal zu uns „auf den Kontinent geschwappt“, und so beteiligen sich mittlerweile sehr viele Sonderstationen an Wind- und Wassermühlen in den Niederlanden - einige auch in Belgien - aktiv am Funkgeschehen.

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Nachdem bei mir kurzfristig das Wochenende frei von Terminen war, beschloss ich, nach längerer Pause wieder einmal auf die Jagd nach Sonderstationen zu gehen. Schon am frühen Samstagmorgen waren viele Frequenzen mit z. T. eindeutigen Rufzeichen belegt. Das dx-Cluster meldete ständig neue Stationen und man wusste gar nicht, wo man zuerst anfangen sollte. Die Sonderstationen aus den Niederlanden waren alle durchweg mit einer Signalstärke von mindestens 20db über S9 zu hören und dementsprechend einfach „ins Logbuch zu bringen“. Viele, teils bis 10-stellige Calls waren zu hören und zu arbeiten (z.B. PA6WACHTER, PA1834MILL oder PA6DEZWAAN). Dabei waren die pileups z. T. riesig und übermächtig. Wie erwartet waren die britischen Stationen zahlenmäßig deutlich vorne, ihre Signale aber auch etwas schwächer. Viele Wind- und Wassermühlen aus England, Schottland, Nordirland und Wales waren zu hören - das Band war voll mit GB-Calls. Informationen zu den meisten Mühlen sind in QRZ.com eingestellt, somit war man Bildrundum informiert. Viele Mühlen wurden von mir in den letzten Jahren schon einmal funktechnisch gearbeitet und somit in 2013 nicht erneut angerufen, dennoch standen am Ende des Events dieses Mal über 40 neue Mühlenstationen im Logbuch. Leider (noch) keine aus Deutschland, aber vielleicht ändert sich das in den kommenden Jahren und es werden auch einmal deutsche Wind- und Wassermühlen aktiviert - am Angebot mangelt es ja nicht ...


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08. Mai 2013 - Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend 2m (Teil 1)


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Die langjährige Tradition des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34), sich rege an den Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabenden zu beteiligen, setzte sich auch in diesem Jahr weiter fort. Bei teils wechselhaftem, kühlem und regnerischem Wetter machten sich einige Aktive des Ortsverbandes wieder auf, um von verschiedenen Bergen und Hügeln der Vulkaneifel (und darüber hinaus) aus teilzunehmen. Immerhin galt es, die vordersten Platzierungen der letzten Jahre zu verteidigen. So waren Rolf Haferkamp (DK9WI) und Siegfried Schüller (DF9WB) von der „Aarlay“ bei Üdersdorf, OVV Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) vom „Eselsberg“ bei Dockweiler, Haagen Barschdorf (DG4PB) und Uli Mewes (DK1PU) mit der Clubstation DKØMWR vom „Hochkelberg“ sowie Hans-Peter Fuchs (DG6PY) vom hessischen „Feldberg“ zu hören. Die ersten Prognosen lassen wieder ein sehr positives Ergebnis für den OV zu. Der Dank gilt nicht nur den Aktiven des eigenen Ortsverbandes, sondern allen Stationen - auch außerhalb von Rheinland-Pfalz, die sich in diesem Jahr wieder aktiv an dieser Veranstaltung beteiligt haben. Wir hören uns zum 2. Teil am Samstag, dem 18. Mai 2013, wenn es wieder heißt: „CQ RLP-Aktivitätsabend auf 70cm, hier ist …“.

Übrigens: Funkkontakte mit Stationen aus dem Ortsverband Vulkaneifel (K34), aber auch mit anderen rheinland-pfälzischen Ortsverbänden (K01, K20, K31, K36, K45, K47 und K48) zählen für die wunderschöne „Vulkaneifel-Trophy“.


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01. Mai 2013 - 1. Funkaktivität von der Kasselburg bei Gerolstein


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Trotz wechselhaftem und kühlem Wetter aktivierten die beiden Funkamateure Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) und René Weland (DL7WR) im Rahmen des 12. Mitteldeutschen Burgentages erstmals die Kasselburg bei Pelm / Gerolstein in der Vulkaneifel. Wie in jedem Jahr am „Tag der Arbeit“, waren viele deutsche, aber auch europäische Burgen und Schlösser mit Amateurfunkstationen besetzt, um auf den Frequenzbändern regen Funkbetrieb zu machen. Die Kasselburg, heute eine Burgruine auf einem über 400 Meter hohen Berg bei der Gemeinde Pelm in der Nähe von Gerolstein, wurde in mehreren BildBauphasen ab dem 12. Jahrhundert errichtet. Der charakteristische, weithin sichtbare 37 Meter hohe Doppelturm, wurde als Tor- und Wohnturm genutzt. Der ca. 20 ha große Park rund um die historische Burganlage ist ein lohnendes Ausflugsziel für die ganze Familie. Der Park zählt zu den vier Erlebnisparks der Deutschen Wildstraße und zeichnet sich durch große Wald- und Grünflächen sowie die geräumigen, artgerechten Gehege für die Tiere aus. In den alten Gemäuern des Burghofs aus dem 12. Jahrhundert leben heute Adler, Milane, Falken, Uhus, Geier und Eulen in ihren Volieren. Die Freiflugvorführungen mit Steinadlern, Falken, Milanen und Geiern auf der großen Flugwiese vor der Kasselburg gehören zu den besonderen Attraktionen des Parks.

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Schon am frühen Morgen wurde die Funkstation mit samt Antenne und allem Zubehör fachgerecht aufgebaut. Zur Anwendung kam ein YAESU FT-897 sowie ein sogenannter „ZK-Dipol“, der für das 40m-Band abgestimmt war, da dort der meiste Funkbetrieb abgewickelt werden sollte. Aufgrund der Wetterlage war das Pavillonzelt ein guter Schutz gegen den kühlen Wind sowie die einzelnen Regentropfen, die hin und wieder vom Himmel fielen. Die Kasselburg war an diesem Feiertag sehr gut durch Besucher frequentiert. Einige von ihnen fanden - angelockt durch die auffällige Plakatierung - auf dem Weg vom Parkplatz zur Burg oder zurück auch den Weg zu uns ins Funkzelt, um sich über das „ungewöhnliche Treiben“ an dieser Stelle zu informieren. Unter dem Rufzeichen DLØFFF wurden zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr insgesamt ca. 200 Funkverbindungen getätigt, Bildund jeweils die begehrte Referenznummer „WCA DL-1064“ sowie „COTA RPB-385“ vergeben. Da sich die Kasselburg im Naturpark Vulkaneifel befindet, wurde ebenfalls die Referenz „DLFF-136“ für das World Flora Fauna Programm aktiviert. Diese Nummern sind weltweit einzigartig und dienen u. a. zur Beantragung von Diplomen und anderen Amateurfunkauszeichnungen. Jede Funkverbindung wird zudem durch eine sogenannte QSL-Karte, die das Motiv der Kasselburg tragen wird, über das QSL-Büro beim Deutschen Amateur-Radio-Club e.V.in Baunatal bestätigt.

Zum Schluss gilt der herzliche Dank den Mitarbeitern der Burg und des Burgrestaurants, die aufgrund ihrer Genehmigung sowie der Unterstützung den direkten Funkbetrieb vor der Burg ermöglicht haben.


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20. April 2013 - Teilnahme am 26. International Marconi Day


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Alljährlich findet im April der „International Marconi Day“ statt, eine Amateurfunkveranstaltung, die an das Leben und Wirken des anerkanntermaßen (neben Nikola Tesla) größten Pioniers der drahtlosen Kommunikation, des Unternehmers und Nobelpreisträgers - Guglielmo Marconi - erinnern soll. Marconi, der am 25. April 1874 in Bologna geboren wurde, gilt als der Entdecker und Entwickler der drahtlosen Kommunikation mit Hilfe von Morsezeichen. Mit 23 Jahren gründete er 1897 die „Marconis Wireless Telegraph Company Ltd“ in London. Am 27. März 1899 gelang ihm die erste Funkverbindung über den Ärmelkanal, am 12. Dezember 1901 der - bis dahin unmöglich erscheinende - erste transatlantische Funkempfang eines Signals im Morsecode. Im folgenden Jahr sendete Marconi Testnachrichten von Cornwall nach Neufundland in beide Richtungen über den Atlantik. Marconi gründete daraufhin die „American Marconi Wireless Corporation“ mit Sitz in New York und wurde von da an auch erfolgreicher Unternehmer. Am 18. Januar 1903 erfolgte die erste öffentliche transatlantische Kommunikation. Fortan entstanden immer mehr Funkstellen an den Küsten, die mit dem Schiffsverkehr Meldungen austauschten. Das Militär interessierte sich für die neue Technik. Die Öffentlichkeit nutzte den rasanten transatlantischen Telegrafendienst zum Austausch privater und geschäftlicher Mitteilungen. Marconi verdiente gut und baute sein Imperium in den Anfangsjahren der drahtlosen Nachrichtenübermittlung immer weiter aus. Mit Hilfe der Kommunikation zwischen Schiffen und Küstenfunkstellen (Ship to Shore) gelang ihm fast die Errichtung eines Weltmonopols. 1909 erhielt Marconi gemeinsam mit dem Deutschen Ferdinand Braun den Nobelpreis für Physik. Als Marconi infolge eines Schlaganfalls am 20. Juli 1937 in Rom verstarb, wurde in Anerkennung und Würdigung seiner Leistungen - sowie zu seinem Gedenken - sämtlicher Funkverkehr weltweit für zwei Minuten ausgesetzt.

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Am 20. April 2013 war es dann mal wieder soweit: zum 26. Male gingen Funkamateure weltweit an die Lebens- und Wirkungsstätten von Guglielmo Marconi, um ihre Funkstationen aufzubauen und in Erinnerung an diesen großen Pionier Funkbetrieb zu machen. Ich habe in den frühen 90er-Jahren oft an diesem Event als „Jäger und Sammler“ teilgenommen und dachte, dass es nach langer Abstinenz mal wieder Zeit wäre, aktiv mitzumischen. Die Ausbreitungsbedingungen waren wie so häufig in den letzten Monaten nicht ganz optimal, dennoch waren gerade auf dem 40m-Band viele Rufzeichen mit „IMD-Suffix“ aufzunehmen und zu arbeiten. Vornehmlich aus ganz Europa hörte man über den Tag verteilt viele Funkstationen, die mit großer Begeisterung den interessierten Anrufern Auskunft über ihren „Marconi-Standort“ gaben. Unglaublich, wo der überall war und was er gerade dort für Experimente durchführte - oder welche Marconi-Station dort eingerichtet war! Eigentlich kam nur Goethe mehr rum … So füllte sich das Logbuch immer mehr und am späten Ende des Tages standen neben vielen Funkkontakten auch weit über 20 Sonderstationen drin, die vornehmlich in Telegrafie, aber auch im Sprechfunk gearbeitet wurden.

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Im Vergleich zu den 90er-Jahren scheint diese Veranstaltung an Attraktivität nicht viel verloren zu haben. Andere Events kamen und gingen … der „International Marconi Day“ war und ist auch in seiner 26. Ausgabe immer noch „frisch und lebendig“. Es hat Spaß gemacht, und das ist ein Kriterium, was mich zu einer erneuten Teilnahme in 2014 sicherlich bewegen wird. Wer weitere Informationen haben möchte, schaue bitte im Internet unter  www.GB4IMD.com/  nach.


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23. Februar 2013 - Jahreshauptversammlung Ortsverband Vulkaneifel (K34)


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Die Jahreshauptversammlung 2013 des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) fand am Samstag, dem 23. Februar 2013, in unserem OV-Lokal „Peter's Bistro“ in Ulmen statt. Gegen 14:15 Uhr konnte der Ortsverbandsvorsitzende Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) 14 Mitglieder begrüßen und somit die Beschlussfähigkeit der Versammlung feststellen. Nachdem sich im Vorfeld Rolf Haferkamp (DK9WI) dankenswerterweise für das Amt des Protokollführers bereiterklärt hatte, entfiel dieses Mal die zeitaufwendige Suche für diese wichtige Funktion. Somit musste Rolf nur noch durch die Versammlung bestätigt werden. Nachdem Gedenken an die leider viel zu früh verstorbenen Ortsverbandsmitglieder begann Peter mit dem Bericht des Vorstandes. Er ging dabei auf alle wichtigen und größeren Aktivitäten des Ortsverbandes im vergangenen Jahr ein. Obwohl die Bereitschaft der Mitglieder, an Aktionen und Veranstaltungen sowohl aktiv als auch passiv bereitwillig teilzunehmen, etwas zurückgeht, bilanzierte er schlussendlich dem OV doch einen guten Zustand. Dies spiegelte sich nicht nur an den Aktivitäten des Ortsverbandes wieder, sondern auch im anschließenden Bericht des Kassenwartes. Der Kassenstand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen, da es im genannten Zeitraum keine größeren Ausgaben hinsichtlich Gerätereparaturen oder Neuanschaffungen gab. Im Anschluss berichteten der Relais-, der Digipeater-, der Trophy-Beauftragte bzw. QSL-Manager sowie die Beauftragten für EMV und Notfunk über ihre Aktivitäten. Letztlich hatten die Kassenprüfer auch nichts zu beanstanden, sodass der Vorstand entlastet werden konnte. Nach so vielen Informationen hatte sich die Versammlung erst einmal eine 15-minütige Pause verdient.

Da in diesem Jahr wieder Neuwahlen des Vorstandes anstanden, musste hierzu der Wahlleiter bestätigt werden. Dies geschah auch und somit übernahm Siegfried Schüller (DF9WB) als Vorsitzender und Hans-Dieter Traxel (DK5PZ) als Wahlhelfer die Versammlung. Die Vorstandswahlen sowie Wahlen der Beauftragten, die in geheimer, z. T. aber auch offener Abstimmung durchgeführt wurden, ergaben folgendes Ergebnis: der alte Vorstand wurde in allen Funktionen wieder gewählt und somit bestätigt. Alter und neuer Ortsverbandsvorsitzender ist Klaus-Peter Segieth (DL2RPS). Sein Stellvertreter und damit 2. OVV ist erneut Volker Schnitzius (DL1WH), der auch gleichzeitig wieder für weitere zwei Jahre bereitwillig das Amt des QSL-Managers übernommen hat. Alter und neuer Kassenwart ist René Weland (DL7WR), der im Nebenamt weiterhin der Webbeauftragte sein wird. Alle anderen Beauftragten verbleiben in ihren Funktionen, d.h. Relaisverantwortlicher ist Roman Mattes (DH8RM), Digi-Verantwortlicher Gerd Lahode (DL8UE), EMV-Beauftragter bleibt Jürgen Bach (DD8PB) und Notfunkbeauftragter ist weiterhin Hans-Dieter Traxel (DK5PZ). Um die Pressearbeit kümmert sich weiter Hans-Peter Fuchs (DG6PY). Im Anschluss wurde der Terminkalender des Ortsverbandes für das Jahr 2013 noch einmal abgestimmt, es kamen allerdings keine weiteren Termine hinzu. Der letzte Tagesordnungspunkt „Verschiedenes - Offene Aussprache“ führte in einigen Punkten zu lebhaften und teils emotional geführten Diskussionen, die aber schlussendlich gegen 18:00 Uhr beendet waren. Im Anschluss verließen die meisten Mitglieder den Versammlungsort, der Rest verblieb noch eine Weile, um bei einem gemeinsamen Abendessen und Fachgesprächen den Samstag zu beschließen.


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17. Januar 2013 - Billige Bezugsquelle von QSL-Karten


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Als ich mir 1991 meine ersten eigenen QSL-Karten zulegen wollte, war dies finanziell gesehen noch eine etwas „größere Anschaffung“ - ganz zu schweigen von dem erheblichen Aufwand, den man für das Layout erbringen musste. Seinerzeit entwarf ich mit einfachsten Mitteln, d.h. ohne Zuhilfenahme eines Computers, eine - so wie ich damals fand - hübsche QSL-Vorderseite. Anschließend orderte ich per Post bei einer namhaften Druckerei, die auch heutzutage noch in den einschlägigen Amateurfunkpublikationen Werbungen schaltet, meine ersten 1.000 QSL-Karten. Diese wurden auf 170g/m² schwerem, granuliertem weißen Karton der Größe 90 x 140mm zweiseitig schwarz bedruckt und kosteten incl. Versand nur 93,48 DM. Das war zur damaligen Zeit recht günstig, und das Ergebnis war auch zufriedenstellend. Natürlich gab es auch schon 4-Farben-Hochglanz-QSL-Karten, diese waren aber eher die Ausnahme und zudem eigentlich unerschwinglich … das hat sich auch bis in unsere heutige Zeit kaum geändert - zumindest, wenn wir von den bekannten QSL-Printern im In- und Ausland sprechen. In den osteuropäischen Staaten wie der Tschechischen Republik, in Bulgarien oder Russland kann man zwar den ein- oder anderen Euro einsparen, die Spanne ist gegenüber deutschen Produktionen jedoch auch nicht mehr so groß wie noch vor ein paar Jahren. Alles in allem belaufen sich die Ausgaben für 3.000 bis 5.000 QSL-Karten im 4-Farben-Hochglanzdruck in akzeptabler Qualität doch auf ein paar hundert Euro. Doch ist das wirklich überall so?

NEIN - es gibt auch eine deutlich günstigere, wenn nicht sogar unschlagbar billige Alternative - der Druck der QSL-Karten bei so genannten „Online-Printern“! Zahlreiche Vertriebsfirmen, die im Internet ihre Dienste anbieten, drucken u.a. Werbeflyer im Postkartenformat A6 (100 x 150mm). Die Bestellung erfolgt völlig problemlos, komfortabel, sicher und schnell vom heimischen PC aus. Ich habe bis dato zwei verschiedene Anbieter getestet und bin von beiden qualitativ restlos überzeugt. Dennoch habe ich in den letzten Monaten zahlreiche Bestellungen über einen bestimmten Anbieter abgewickelt, da dieser jetzt auch Sonderformate anbietet, die etwas kleiner als das Postkartenformat A6 sind und dem gebräuchlichen amerikanischen Format von 90 x 140mm näher kommen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: ich kann alles online abwickeln d.h. nachdem das Layout erstellt wurde, wird die Bestellung einfach z.B. als JPG-Datei oder im PDF-Format hochgeladen. Natürlich funktionieren auch andere Dateitypen bzw. Formate. Ebenfalls unterscheiden sich die Vorlagenformate in Nuancen von Anbieter zu Anbieter - hier sollte man sich bei jedem Printer vorab genau informieren. Der momentane Preis spricht jedoch Bände: DIN A6, 250g/m² im Bilderdruck, Vorder- und Rückseite frei gestaltbar, 5.000 Stück für gerade einmal um die 40 EURO! Sonderformate sind in der Regel etwas teurer. Hierbei ist es fast unerheblich, ob man nun 250 Karten oder gleich 5.000 Stück bestellt - der Preisunterschied beträgt nur wenige Euros! Die Lieferzeit beträgt in der Regel nur eine Woche. Gerade für „Vielverschicker“ von QSL-Karten, dxPeditionen oder einfach nur für kleine Auflagen von besonderen Funkaktivitäten - es lohnt sich immer!

Ein einziger „kleiner Nachteil“ besteht jedoch darin, dass man die fertigen QSL-Karten aufgrund des Drucklackes nicht mehr mit jedem Stift oder Kugelschreiber ohne weiteres beschriften kann. Auch das Aufbringen von Stempelabdrucken ist nicht mehr so einfach möglich. Dies stellt aber in der Praxis heutzutage kaum ein Problem dar, da die meisten QSL-Karten mit Label versehen werden, auf denen die QSO-Daten mittels eines Computerdruckers aufgedruckt wurden. Zusätzliches Beschriften, z.B. das Unterschreiben der Karte, ist mit einem wasserfesten Stift (einem sog. Edding-Stift oder andere Fabrikate) jederzeit problemlos möglich. Mit einem solchen Stift kann man selbstverständlich die QSL-Karte auch nach wie vor auf die herkömmliche Art und Weise handschriftlich mit den QSO-Daten ausfüllen. Wenn man sich darauf eingestellt hat, ist der Umgang mit diesen QSL-Karten überhaupt kein Problem.

Zum Abschluss noch einige Bezugsquellen. Bei einer Recherche mittels Internetsuchmaschine findet man noch deutlich mehr Anbieter. Unten aufgeführte Online-Drucker liegen im Preis- Leistungsverhältnis aber ungefähr gleich. Bei den ersten beiden Anbietern habe ich persönlich schon häufig bestellt, das Ergebnis war jedes Mal mehr als zufriedenstellend. Der dritte Anbieter druckt auch absolute Kleinserien, diesen habe ich aber bis dato noch nicht selbst getestet.

www.diedruckerei.de
www.flyeralarm.com
www.wir-machen-druck.de
www.flyer.de
www.flyerdevil.de
www.flyerheaven.de
www.flyerpilot.de

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