QSL - Kollektion

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Clubstation DLØFFF

QSL-Karte DL0FFF

Das genaue Datum, an dem DLØFFF von der damaligen Deutschen Bundespost auf Antrag zugeteilt wurde, ist nicht mehr festzustellen. Es muß wohl im 2. Halbjahr 1986 / 1. Halbjahr 1987 gewesen sein, denn aus der Zeit stammen die ersten Nachweise, die sich heute noch in den OV-Unterlagen befinden. Seinerzeit beantragte die Familie Schäfer aus Hinterweiler das Rufzeichen als "Familien-Clubstation". Stationsverantwortliche war Regina Schäfer (DF8WF). Vater Heinz Schäfer (DH5JC) und Ehefrau Petra Schäfer (DG5PD) machten unter dem Rufzeichen etwas Funkbetrieb. Die Teilnahme an Funkwettbewerben und Contesten ist belegt. Nachdem Heinz Schäfer verstarb, trat das Hobby innerhalb der Familie in den Hintergrund. Regina und Petra Schäfer traten schlußendlich 1995 aus dem DARC aus.

Nachdem die Lizenz wohl eine lange Zeit "in der Schublade" lag und weder durch die Familie Schäfer, noch durch den Ortsverband genutzt wurde, reaktivierte Volker Schnitzius (DL1WH) das Rufzeichen am 13.09.1994 wieder zum ersten Mal. Am nächsten Tag stand der Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend 1994 auf dem 80m-Band an. Das Rufzeichen sorgte für Verwunderung und gleichzeitig für Furore, denn ein Rufzeichen-Suffix mit drei gleichen Buchstabenelementen war zu der Zeit in der Welt des Amateurfunks etwas Besonderes. In den nachfolgenden Jahren wurde das Rufzeichen sporadisch zu Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabenden, Rheinland-Pfalz-Aktivitätswochen, Contesten und sonstigen besonderen Anlässen aktiviert.

Nach Zuversetzung von Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) an den Garnisons-Standort Daun und dessen Umzug in die Region, trat dieser mit Familie auch in den Ortsverband Vulkaneifel ein, und übernahm am 08.01.1999 die Clubstation DLØFFF auf seinen Namen.

Peter führte die "Tradition" fort und aktivierte die Station wie oben angesprochen nur zu besonderen Anlässen. Unter anderem wurde DLØFFF anläßlich des 5. RKK-Tages in Ulmen in der Vulkaneifel "in die Luft gebracht". Vom 22.06.2001 - 24.06.2001 trafen sich dort Abordnungen der "Rheinischen Karneval Korperationen" und feierten Karneval im Sommer. Dieses Ereignis wurde mit einigen tausend QSO's und dem Sonder-DOK "Ø1RKK" vom 18.06.2001 - 24.06.2001 in vielen Betriebsarten in die ganze Welt getragen. "DLØFFF - Fasching - Fastnacht - Fastel'nobend" war über Tage die Devise im Äther.

In der folgenden Zeit überlegten sich Volker Schnitzius (DL1WH) und Klaus-Peter Segieth (DL2RPS), einmal aktiv am International Lighhouse- / Lightship Weekend (ILLW) teilzunehmen. Dieses Wochenende findet meist am 3. Samstag / Sonntag im August eines jeden Jahres statt. Dann geben sich auf den Funkfrequenzen besonders viele ehemalige und aktive Leuchttürme bzw. Feuerschiffe dieser Welt ein "Stelldichein". Unsere "Funkexpedition" sollte schon etwas Besonderes sein ... und das machte die Sache nicht gerade einfach. Nach vielen Gedankengängen, unzähligen Telefonaten, Briefen und Schreiben sowie langwierigen Vorbereitungen, wurde DLØFFF vom 15.08.2002 - 18.08.2002 vom Feuerschiff "Fehmarnbelt" in Lübeck-Holstenhafen aus unter dem Sonder-DOK "Ø2ILLW" aktiv. Ein großartiger Erfolg, denn erstmals nach Außerdienststellung gingen wieder elektromagnetische Abstrahlungen von diesem Schiff (internationale Referenz-Nummer: FED-141) in die ganze Welt. Auch hier paßte das Rufzeichen sehr gut: "DLØFFF - Funkaktivität Feuerschiff Fehmarnbelt". Insgesamt 1.238 QSO's mit 35 DXCC-Ländern standen am Ende der Aktivität im Logbuch.

Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) aktivierte zum ILLW des folgenden Jahres vom 11.08.2003 - 17.08.2003 wiederum das Feuerschiff "Fehmarnbelt", zu Anfang aus dem Hafen von Heikendorf (Möltenort) bei Kiel. Das Besondere dabei war, das vis-à-vis das Feuerschiff "Laeso Rende" (FED-142) liegt. Dort aktivierte Volker Schnitzius (DL1WH) die Funkstation DFØLR zum ersten Mal innerhalb des ILLW. Somit waren zwei Feuerschiffe in unmittelbarer Nähe gleichzeitig "on the air"! Zu Mitte der Woche verlegte die "Fehmarnbelt" dann zum Hafenfest nach Kiel und Peter machte von dort aus weiter fleißig Betrieb. Diesmal konnte vom 12.08.2003 - 17.08.2003 der Sonder-DOK "Ø3ILLW" vergeben werden.

In den Jahren 2004 - 2005 war DLØFFF vorwiegend in Verbindung mit Leuchtturm-Aktivitäten auf den Bändern zu arbeiten. Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) war beruflich, aber auch in seiner Freizeit, mehrfach auf der Ostseeinsel Fehmarn und aktivierte dort (auch jeweils zu den ILLW's) verschiedene Leuchttürme. Im Einzelnen: vom 01.08.2004 - 03.09.2004 sowie vom 19.08.2005 - 21.08.2005 die LH "Marienleuchte - alt" (FED-151), LH "Marienleuchte - neu" (FED-016), LH "Westermarkelsdorf" (FED-261), LH "Staberhuk" (FED-226), LH "Flügge - alt" (FED-086), LH "Flügge - neu" (FED-085) sowie LH "Struckkamphuk" (FED-234).

Im Jahr 2006 fand eine erneute Aktivität vom Feuerschiff "Fehmarnbelt" aus statt. Wiederum zum ILLW vom 18.08.2006 - 20.08.2006 funkte Klaus-Peter Segieth (DL2RPS) unter DLØFFF fleißig von der Küste, diesmal aus Neustadt in Holstein vom dortigen "Bratheringfest".

Auch im Jahre 2007 war DLØFFF wieder am International Lighthouse-/Lightship Weekend (ILLW) beteiligt. Klaus-Peter (DL2RPS) reiste diesmal am Freitag, dem 17. August nach Lübeck und begann sogleich mit dem Aufbau der Antenne sowie dem Einrichten der Station auf dem Feuerschiff "Fehmarnbelt". Anschließend wurde der Funkbetrieb aufgenommen - die Zeit war knapp, denn am Sonntag, dem 19. August, musste schon wieder die Heimreise angetreten werden. Dennoch kamen in der gewohnt "betriebsamen" Weise wieder viele Funkamateure zu einem Kontakt mit dem Feuerschiff "Fehmarnbelt", das den Sonder-DOK "ILLW2007" vergeben konnte.

Vom 19. - 22. Juni 2008 war DLØFFF wieder aktiv - und zwar beim Feuerschifftreffen an der Überseebrücke der Hansestadt Hamburg. Klaus-Peter (DL2RPS) arbeitete wie gewohnt vom Feuerschiff "Fehmarnbelt" aus und machte eine große Anzahl von Funkverbindungen mit der ganzen Welt. Außerdem reisten noch die Feuerschiffe "Elbe 1" aus Cuxhaven sowie "Elbe 3" aus Hamburg-Övelgönne an. Von beiden Schiffen wurde ebenfalls Amateurfunkbetrieb gemacht, wobei die "Elbe 3" erstmals in der Geschichte mit einer Station ausgestattet war. Volker (DL1WH) aktivierte diese unter DFØDA/p und vergab nach großen Schwierigkeiten knapp 300mal die FED-079. Am 23. Juni 2008 verließen die angereisten Schiffe wieder den Hafen. Klaus-Peter (DL2RPS) nutze den Tag, um auf der gesamten Strecke von Hamburg bis Brunsbüttel DLØFFF/m zu aktivieren.

Im August des gleichen Jahres aktivierte Klaus-Peter vom 15.-17.08. das Feuerschiff "Fehmarnbelt" im Rahmen des ILLW vom "Bratherigsfest" in Neustadt/Holstein. Dabei entstanden wie immer zahlreiche Funkverbindungen zu u.a. Leuchtürmen und Feuerschiffen in aller Welt.

2009 war DLØFFF nur einmal für längere Zeit aktiv, nämlich erneut zum International Lighthouse- and Lighship-Weekend (ILLW) vom 14.08.-16.08.2009. Auch dieses Mal war das Feuerschiff "Fehmarnbelt" zum Bratheringsfest in Neustadt/Holstein zu Besuch. Peter (DL2RPS) machte fleißig Betrieb in SSB und CW. Wie immer wurden viele Leuchtfeuerstationen erreicht und man konnte vielen Anrufern ein neues Feuerschiff ins Logbuch bringen.

Seit Sommer 2008 gibt der Russian Robinson Club (RRC) das mittlerweile unglaublich erfolgreiche World Flora & Fauna Award (WFF) heraus. Innerhalb dieses Diplomprogramms müssen Funkamateure National Parks (Nationalparks), Nature Parks (Naturparks) und Nature Reserves (Reservate) bzw. Biosphere Reservates (Biosphärenreservate) weltweit arbeiten, um die vielfältigen Auszeichnungen zu erhalten. Nach und nach haben die nationalen Amateurfunkverbände ebenfalls Diplomprogramme dieser Art aufgelegt, und so wurde am 29.09.2009 das Diplom „W DL FF“ durch den DARC anerkannt.

Die „DLFF-Liste“, in der alle Nationalparks und Biosphärenreservate Deutschlands aufgeführt wurden, zählte seinerzeit 35 Gebietseinträge, wobei für das internationale Diplom „WFF“ des Russian Robinson Club (RRC) alle DLFF-Einträge inklusive jener Gebiete in der Antarktis zählten - für das deutsche Diplom „W DL FF“ jedoch nur die DLFF-Gebiete, die sich innerhalb Deutschlands selbst befanden. Am 15.04.2010 wurde die Liste der DLFF unter Einbeziehung der Naturparks erweitert, sodass bis dato 135 DLFF-Gebiete gelistet waren. Am 28.09.2011 wurden schließlich zwei weitere Gebiete in die DLFF-Liste mit aufgenommen, u.a. der Naturpark Vulkaneifel mit der Referenznummer DLFF-136.

Hans-Peter Fuchs (DG6PY) und Peter Segieth (DL2RPS) aktivierten unter dem Rufzeichen DLØFFF schon seit einiger Zeit diverse DLFF-Gebiete in ganz Deutschland. Das Clubstationsrufzeichen bot sich dafür (mal wieder) an, denn diesmal steht DLØFFF für „Faszination Flora Fauna“. Seit der Zuteilung der Referenznummer DLFF-136 für den Naturpark Vulkaneifel wird das Call wieder verstärkt in dieser Region eingesetzt.

Zum nunmehr siebten Mal - seit dem Jahr 2002 - wurde in der Zeit vom 17.08.2012 - 19.08.2012 das Rufzeichen DLØFFF anlässlich des Internationalen Leuchtturm- und Feuerschiffwochenendes (ILLW) auf dem Feuerschiff „Fehmarnbelt“ in Lübeck aktiviert. Dieses Mal reisten drei Mitglieder (DF9WB, DL2RPS und DL8UE) vom Ortsverband Vulkaneifel (K34) in die Hansestadt, um unter großem materiellem Aufwand knapp 1.000 Funkverbindungen auf den Kurz- und Ultrakurzwellenbändern mit dem Sonder-DOK „ILLW12“ durchzuführen. Der Dank geht auch noch einmal an dieser Stelle an die gesamte Crew des Feuerschiffes „Fehmarnbelt“, insbesondere an den 1. Vorsitzenden des gemeinnützigen Vereins für die Erhaltung des letzten deutschen Ostsee-Feuerschiffes „Feuerschiff für Lübeck e.V.“ - Herrn Christoph Rüdiger, der diese Aktivität erneut ermöglicht hat.

Eine erneute Aktivierung des Feuerschiffs „Fehmarnbelt“ in Lübeck erfolgte anlässlich des 16. International Lighthouse / Lightship Weekends vom 16.08. - 18.08.2013. Dieses Mal war die „Funk-Crew“ mit Volker (DL1WH) und Peter (DL2RPS) nur zweimannstark, was sich jedoch aufgrund der Platzverhältnisse als optimal herausstellte. Die funkbetrieblichen Absprachen klappten so auch besser, allerdings ließen in diesem Jahr die Funkbedingungen stark zu wünschen übrig. Aufgrund relativ guter Ausbreitungsbedingungen war am Samstag so gut wie kein normaler Funkbetrieb möglich, weil ein gleichzeitig stattfindender russischer Funk-Contest alles überlagerte. Dafür wurden wir am Sonntag mit einem mobilen Funkbetrieb belohnt, denn das Feuerschiff ging auf „kleine Fahrt“. Von Lübeck aus über die Trave bis nach Travemünde, anschließend auf die Ostsee und wieder zurück. Während diesen 6 Stunden machten wir vom Ablegen bis zum erneuten Anlegen parallel auf zwei Funkbändern 632 QSO’s. Ein Feuerschiff in Fahrt gab es bis dato an einem ILLW noch nicht - dementsprechend war der Andrang anrufender Stationen besonders groß. Auch an dieser Stelle sagen wir erneut DANKE an die Crew und im Besonderen an den 1. Vorsitzenden Christoph Rüdiger für die Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen!

Zwischen 2013 und 2016 kam das Rufzeichen DLØFFF lediglich in Verbindung mit Aktivierungen rund um das Flora-/Fauna-Diplomprogramm mit der Referenznummer des Naturparks „Vulkaneifel“ (DLFF-136) zur Anwendung. Seit dem letzten Einsatz auf dem Feuerschiff „Fehmarnbelt“ in Lübeck waren auch schon wieder drei Jahre vergangen. Grund genug, es dort mal wieder gewinnbringend für alle Beteiligten einzubringen. Anlässlich des 19. International Lighthouse-/ Lightship-Weekends (ILLW) wurde das ehemalige Ostseefeuerschiff der Position „Fehmarnbelt“ durch Volker (DL1WH) und Peter (DL2RPS) vom 18. -21. August 2016 von seinem Liegeplatz im Lübecker Hansahafen aus aktiviert. Dieses Mal konnte man die Ausbreitungsbedingungen - anders als in 2013 - halbwegs wieder als normal bezeichnen, was sich letztendlich auch auf die Gesamtzahl der getätigten Funkverbindungen auswirkte. Nach den insgesamt knapp drei Tagen Funkbetrieb, wobei immer zwei Stationen gleichzeitig auf unterschiedlichen Bändern „in der Luft“ waren, standen am Ende des Betriebs summa summarum ca. 2.100 QSOs in Telegrafie sowie Telefonie im Logbuch. Nach dem Abbau der Gerätschaften und Reinigen des Funkraums wurde dem 1. Vorsitzenden des Vereins „Feuerschiff für Lübeck e.V.“, Herrn Christoph Rüdiger“, eine Erinnerungs- und Dankesplakette überreicht. Grund dafür war, dass sich die erste Amateurfunkaktivität von Bord der „Fehmarnbelt“ aus heuer zum 15. Mal jährte. In der Zwischenzeit fanden insgesamt schon 10 (!) Aktivierungen mit annähernd knapp 20.000 Funkkontakten in die ganze Welt statt.


 
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