Impressionen

Die Anhöhe "Auf der Hardt" bei Mehren ist der Standort des Relais DBØDAU
Der ca. 560m hohe Berg aus westlicher Sicht aus Richtung Daun kommend

Selbst kurz vor dem "Ziel" sind noch keinerlei Antennen zu erkennen

Der Blick von Süden aus vom Segel-
fluggelände Daun-Senheld auf die "Hardt"
Die Sende- und Empfangsantennen des Relais DBØDAU
Der Giebel des Pferdestalls dient auch zur Befestigung des Blitzschutzes
In dieser massgefertigten Holztruhe befindet sich die gesamte Technik von DBØDAU
Der Verantwortliche vom Relais, Roman Mattes (DH8RM),bei Wartungsarbeiten
Das technische Equipment des Relais DBØDAU
Das selbstgebaute Schaltnetzteil versieht zuverlässig seinen Dienst
Frontansicht des 70cm Repeater DBØDAU
mit Anschlüssen
Echolink Geräteaufbau bei DH8RM

 

Das 70cm-Relais DBØDAU des OV Vulkaneifel (K34)

Bild

Anfang der 90er Jahre kam an so manchen OV-Abenden immer wieder das Thema „Relaisfunk“ auf. Zuweilen gingen die Diskussionen in die Richtung: „Wie wäre es eigentlich, wenn wir unser eigenes Relais hätten - so als OV-Telefon?“ Nun - wie im richtigen Leben, so gab es auch hier mehrere Meinungen … Es gab Befürworter, die aufgrund ihrer persönlichen, geografischen Lage keinen Repeater auftasten konnten und somit darin eine Chance sahen, von zuhause aus auch ein Relais erreichen zu können. Es gab Gegner, die darin entweder keinen Sinn oder große Schwierigkeiten auf den OV zukommen sahen. Nicht nur die technischen Unwägbarkeiten, die in der zentralen Vulkaneifel aufgrund der Topografie entstehen konnten, vielmehr auch immense Schwierigkeiten und Probleme hinsichtlich der Finanzierung sowie des Arbeitsaufwandes waren Grund für ihre Abneigung. Und es gab wie immer welche, die zu diesem Thema überhaupt keine Meinung hatten …

Was war die Situation? In südlicher Richtung war das 2m Relais DBØUT in der Nähe des Erbeskopf für viele OM’s - gerade aus Daun - aufgrund der Kanal-S6-Problematik nicht nutzbar. DBØZK in östlicher Richtung bei Koblenz ging wiederum für andere ganz schwer, sodass eine flächendeckende HF-Ausleuchtung des gesamten Ortsverbandes im 2m-Band nicht möglich war. Ganz zu schweigen von 70cm … ein Relais, über das man größtenteils alle OV-Mitglieder hätte kontaktieren können, gab es nicht. Nur, mit nicht unerheblichem Aufwand hinsichtlich Material (Antennen) - und z. T. viel Glück (Reflexionen) - hätte man dieses Ziel vielleicht erreichen können. Also gingen die Überlegungen in Richtung eines eigenen Relais. Das war sowohl für das 2m-Band, als auch für das 70cm-Band kaum umzusetzen, da es vor allen Dingen für VHF keine freien Frequenzen mehr gab. Zudem stellte sich die Suche nach einem geeigneten Standort als recht schwierig heraus … Hügel haben wir genug in der Eifel - die wenigsten sind jedoch bebaut, und somit taucht das Problem der Unterbringung sowie der Stromversorgung für einen Umsetzer auf. Auch Spekulationen hinsichtlich eines 23cm-Umsetzers wurden schnell verworfen, da dies auf Grund der topografischen Voraussetzungen in der zentralen Vulkaneifel keinen Sinn machte. Was also tun? Wie so oft passierte lange Zeit nichts …

Anfang 1994 jedoch griff das OV-Mitglied Peter (DG4EK) dieses Thema wieder auf. Er arbeitete aus rein persönlichem Interesse an dieser Sache weiter - installierte auch probehalber ein Relais bei sich zuhause in Dreis-Brück mit der Kennung DBØEIF (1270,275 MHz RSM / 1298,275 MHz) - die mangelnde Ausstattung der OM’s aus dem OV mit 23cm-Equipment (sowie die topographischen Gegebenheiten) ließen das Projekt jedoch im Februar 1996 wieder „sterben“. Die Lizenz wurde zwar verlängert, ohne jedoch „genutzt“ zu werden. Am 30.09.2001 lief dann die Genehmigung endgültig aus und das Rufzeichen wurde an die Behörde zurückgegeben.

Etwas später kam das Thema „Relais“ aber erneut hoch … die Geschichte „Digipeater“ (wird an anderer Stelle behandelt) ging so langsam ihrem Ende entgegen. Der bis dahin in Verantwortung stehende für den Digipeater DBØDAU - Dieter (DF4PZ) - übergab diese an Roman (DH8RM). Roman wollte den Digi wieder mit Leben erfüllen und machte dazu erst einmal eine Bestandsaufnahme der Gerätschaften sowie der benötigten Teile. Das Ergebnis war ernüchternd: viele Defekte und damit verbundene, nicht unerhebliche Kosten sowie Investitionen an Arbeitszeit würden entstehen. Roman stellte den Sinn und Zweck erneut zur Diskussion und brachte den Vorschlag ein, den Standort „Radersberg“ weiter zu übernehmen, allerdings sollte die Digipeater- in eine Relais-Genehmigung für 70cm gewandelt werden mit dem Ziel, im Anschluss ein Relais aufzubauen, da dies in der heutigen Zeit besser nutzbar wäre als ein Digipeater. Nach vielen und längeren Diskussionen war es dann soweit. Zur Jahreshauptversammlung 2003 wurde der Beschluss gefasst, dem Vorschlag von Roman zu folgen. Nachdem DH8RM in den folgenden Monaten den Digi zurückbaute und sich mit grundsätzlichen Fragen über das zukünftige Relais beschäftigte, wurde von der Koordinierungsstelle des DARC Ende des Jahres dem OV die Frequenz 438,8125 MHz zugeteilt.

In 2004 startete das Projekt dann richtig durch. Es wurden Tests und Versuche vom geplanten Standort "Radersberg" aus bezüglich Sendeleistung und der damit einhergehenden Ausbreitung und Ausleuchtung durchgeführt. Gleichzeitig stellte sich die Frage, was mit den vorhandenen Gerätschaften des ehemaligen Packet-Radio-Digipeaters geschehen sollte. Roman prüfte, in wie weit Teile für das Relais-Projekt weiter genutzt bzw. möglicherweise auch veräußert/entsorgt werden konnten. Ziel war jedoch, so viel wie möglich Bauteile weiter zu verwenden! Schnell stellte sich allerdings heraus, dass man diesen Gedanken verwerfen konnte. Die meisten Teile waren veraltet, unvollständig, fehlerhaft oder gar ganz defekt. Es mussten also viele Neuteile ausgewählt und bestellt werden. Am 01.10.2004 erfolgte das Einreichen des Antrags auf Genehmigung bei der RegTP. Im gleichen Monat bestellte Roman die Relaisbausätze, die auch prompt geliefert wurden. Die erste Phase des Zusammenbaus vom Relais begann im Januar/Februar 2005, wesentlich voran kam der Aufbau der Hardware allerdings erst zwischen Dezember 2005 und Februar/März 2006. In der Zwischenzeit war Roman größtenteils mit dem „Schriftkram“ beschäftigt …trotz vieler Anrufe und Kontaktaufnahmen mit den beteiligten Stellen ging es aber nicht so richtig voran - die RegTP hatte immer noch keinen endgültigen Bescheid über den Antrag ergehen lassen. In diesen Zeiten schien die Situation bezüglich der Selbstregulierung innerhalb des Amateurfunks etwas „ins Stocken“ geraten zu sein, da zwischen DARC und der Regulierungsbehörde keinerlei Austausch von Unterlagen bzw. Genehmigungen in Sachen „automatisch arbeitenden Funkstellen“ stattfand. Folge: viele Anträge wurden gar nicht oder nur teilweise bearbeitet, Ergebnisse kamen zeitweise nicht zustande und alles verzögerte sich unglaublich lange. Am 24.10.2005 traf dann aber doch endlich die ersehnte Genehmigungsurkunde von der Behörde ein.

Anfang des Monats Februar 2006 war es dann soweit: die Hardware des Relais, die als Bausatz angeschafft wurde, war komplett montiert und funktionsfähig. Somit wurde die Mimik auf der genehmigten Frequenz 438,8125 MHz zu Test- und Abstimmzwecken vom Heimatstandort von DH8RM aus unter dem Rufzeichen DBØDAU betrieben. Zu Beginn gab es noch einige Schwierigkeiten mit dem „Auftasten“ des Relais, Modulation sowie alle weiteren Funktionen waren aber schon in Ordnung. Eigentlich stand dem Aufbau am in der Lizenzurkunde befindlichen Genehmigungsstandort „Radersberg“ bei Dreis/Brück nichts mehr im Wege ... doch wie immer im Leben kommt es 1. anders und 2. als man denkt!

In der Zwischenzeit wurden an dem alten Gebäudeturm auf dem Werksgelände der Spedition Ludwig, der als Aufbauplatz vorgesehen war, umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Ohne uns zu informieren, wurde die gesamte Außenhaut mit einer Aluminiumverkleidung versehen, sodass nun unsere Pläne „über den Haufen“ geworfen wurden. Viel schlimmer: der Raum, für den das Relais vorgesehen war, wurde kurzerhand vorher einfach verschlossen sprich zugemauert! Alle Technik, die im Raum zwischengelagert war, wurde von den intelligenten Bauarbeitern natürlich nicht entfernt … der Raum war „dicht“ d.h. nicht mehr zu erreichen! So verbleiben dort für alle Zeit eine 23cm-Langyagi-Antenne, ein Netzteil, verschiedene Kleinteile usw. Die Antennen, die am Turm schon montiert waren, konnten nur noch ganz schlecht erreicht werden, ohne sich in Gefahr zu bringen oder irgendetwas zu beschädigen! Trotzdem wurden diese als erstes fachgerecht und unfallfrei demontiert. Im Anschluss musste sich Roman nach einer Alternative umsehen, eine Verlegung des Standortes war zwingend erforderlich. Nach langem Suchen fand man eine Stelle auf der Anhöhe „Hardt“ bei Mehren. Es war das Areal der Gärtnerei Fa. Außem GbR aus Daun. Dieses hatte gleich mehrere Vorteile: zum einen war es eine erheblich kürzere Anreise, falls mal dringend und schnell etwas am Relais erledigt werden müsste, und dies rund um die Uhr! Zum anderen befand sich eine gute Infrastruktur vor Ort (Gebäude und Stromversorgung), was einen unschätzbaren Wert darstellt. Roman verhandelte mit den Besitzern und fand dort recht schnell „Zugang“ mit seinem ungewöhnlichen Anliegen. Nach einigen Gesprächen war alles soweit klar und einem Umzug vom Radersberg bei Dreis auf die „Hardt“ bei Mehren stand nichts mehr im Wege. Zu dieser Zeit kam aber wieder das Thema „Digipeater“ im Ortsverband auf. Gerd Lahode (DL8UE) wollte eine „Lücke“ in der Eifel schließen und favorisierte dazu den Radersberg, allerdings wollte er das ganze mit einem Mast machen. Nun entstand innerhalb des Ortsverbandes eine lebhafte Diskussion darüber, ob es denn unbedingt notwendig wäre, zwei Standorte zu betreiben, zumal der Hinderungsgrund für den Radersberg mit einem Mast wegfallen würde. Sollte man allerdings umziehen, müsste erst mit der Bundesnetzagentur abgeklärt werden, ob eine solche „große“ räumliche Distanz zwischen geplanten Digipeater und Relais - die beide unter dem Rufzeichen DBØDAU betrieben werden sollten - möglich ist. Schlussendlich kam man zu dem Punkt, dass es wohl besser sei, beide - Relais als auch Digipeater - von einem Standort aus zu betreiben; vor allen Dingen im Hinblick auf die bevorstehende Anschaffung eines Mastes. Roman schloss dies nicht generell aus, nach vielen Überlegungen kam er jedoch zu dem Schluss, „sein“ Relais auf der „Hardt“ zu betreiben. Das Problem mit der Lizenz wurde dadurch gelöst, dass man dem Digi ein alt bekanntes Rufzeichen zukommen ließ (DBØEIF) und somit keine Probleme mit der BNA entstanden. Roman schickte eine Änderungsmeldung bezüglich des Standortes an die Behörde und danach war „alles in trockenen Tüchern“.

Am Samstag, dem 15.07.2006, montierte Roman den zuvor aufwändig selbst hergestellten Relaisschrank nebst Elektrozuleitung, befestigte die beiden Antennen X-50 Rundstrahler sowie den Blitzschutz und verlegte nach Bohren der Mauerdurchführungen das Koaxialkabel. Die lokalen Gegebenheiten vor Ort sind einfach optimal. Es besteht, wenn notwendig, ein ständig ungehinderter Zugang zur Technik. Diese steht sauber und trocken in einer Holzkiste. Dieser Relaisschrank ist in Buche massiv ausgeführt, da kein wirklich passender Schrank zum HAM-Preis erhältlich war. Dar Materialpreis war verlockend niedrig In unmittelbarer Nähe ist genügend Arbeitsfläche, um notwendige Wartungs-, Reparatur und Erweiterungsarbeiten durchführen zu können. Angedacht wäre möglicherweise noch eine akku-gepufferte Spannungsversorgung, um Stromausfälle in Hinblick auf Notfunk zu überbrücken.

Am 08.08.2006 war es dann soweit: DBØDAU war qrv! Anfänglich gab es Schwierigkeiten mit dem Sender des Relais, denn dieser arbeitete nicht konstant und stabil auf der in der Genehmigungsurkunde angegebenen Frequenz von 438,8125 MHz. Diese Frequenzschwankungen waren jedoch nach Einbau von Quarzheizungen behoben und DBØDAU stand stabil. Anschließend lag der Empfänger des Relais noch um 2,5 kHz nach oben verschoben, weshalb man zeitweise auf der 438,815 MHz mit der regulären Ablage arbeiten musste. Die Lösung wurde aber auch hierfür schnell gefunden. Das ursprünglich mit Rücksicht auf die Frequenznachbarn (DBØUU auf dem „Melibokus“ bei Darmstadt sowie DBØSR bei Saarbrücken) eingebaute RX-Filter, verursachte bei üblichen Hub-Werten immer wieder eine verkratzte Modulation. Ein breiteres Filter verschaffte dann Abhilfe, wobei auch hier zu bedenken gilt, dass 3 kHz Hub beim Betrieb nicht überschritten werden sollten. Seitdem war das Relais DBØDAU von seinem vorgesehenen Standort störungs- und ausfallfrei in Betrieb. Damit war der Portabel- und Mobilbetrieb in der Vulkaneifel erheblich leichter geworden.

Im Jahre 2008 erschien dann in der Zeitschrift FUNKAMATEUR (02/2008) ein interessanter Artikel zum Thema „Echolink“, den Roman mit großem Interesse las. Amateurfunkrelais mit Anbindung an das world wide web, das klang so spannend, dass er beschloss, den Gedanken weiter zu verfolgen. Doch wie das so häufig ist: Interesse am Hobby sowie Zeitmangel wegen Beruf und Familie lassen sich nicht immer so einfach miteinander verbinden. Zudem erlag Roman einem Missverständnis, das Relais benötigte für Echolink einen direkten Internetanschluss. So geschah erst einmal nichts und das Relais arbeitete störungsfrei in 2008 und 2009 weiter. In der Zwischenzeit stellten Funkamateure des Ortsverbandes Bitburg (K51) ein 2m-Relais auf und betrieben dies u. a. auch mit Echolink. René Weland (DL7WR) stellte anlässlich der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) am 20.02.2010 die Frage, ob man „unser“ Relais DBØDAU nicht auch an Echolink anbinden könne. Plötzlich war der Gedanke wieder im Kopf von Roman und er versprach, sich weiter zu informieren. Dazu nahm er noch einmal den Artikel des FUNKAMATEUR zur Hand, las ihn erneut aufmerksam durch und stellte fest, dass eine Internetanbindung auch über Funk erfolgen kann - das war es! Das war die Möglichkeit, die bis dato noch gar nicht in Betracht gezogen wurde. Roman verfolgte den Gedanken weiter und beschäftigte sich in den folgenden Wochen etwas intensiver mit Echolink. Die vorhandene Infrastruktur in seinem Shack gab es ohnehin her, sodass nur eine kleine Lötarbeit für die Inbetriebnahme nötig war - alles andere war Softwaresache und eine Frage der Genehmigung bzw. Anmeldung im Echolink-System. Wenige Tage später hatte er die Lösung. Er registrierte sich bei Echolink und dann ging alles recht schnell. Nachdem ein vorhandenes Notebook konfiguriert, ein Interface selbst zusammengebaut und mit dem Transceiver verbunden war, funktionierte die Mimik auf Anhieb! Feinarbeiten und Tests wurden in den darauf folgenden Tagen durchgeführt, seit dem 06.03.2010 läuft alles stabil.

Die Node-NR lautet: 50 31 75

Eingeschaltet ist diese Erweiterung jeweils "nach Feierabend", d.h. werktags ab ca. 16:00 UTC bis ca. 21:00 UTC und ganztägig an Wochenenden bzw. Feiertagen. Hintergrund ist, dass die Anbindung derzeit über die normale Relaisein- bzw. -ausgabe erfolgt (ist bei vielen anderen auch so) und dafür will die Bundesnetzagentur (BNA) z. Zt. den so genannten „überwachten Betrieb“ haben. Der „unüberwachte“, also automatische Betrieb wäre nur erlaubt, wenn zu dem Relais eine extra Funkverbindung eingerichtet wäre. Nun ja, es steht dem SysOp frei, diesen „überwachten Betrieb“ nach eigenem Ermessen zeitlich auszugestalten. Die Gesetzeslage ändert sich bekanntermaßen recht häufig und das sogar manchmal sehr schnell. Amateurfunk direkt mit dem Internet zu verbinden war vor wenigen Jahren auch noch undenkbar und sogar verboten!

Die Einspeisung ins Internet erfolgt derzeit im Shack von Roman über seinen Kenwood TM455 und ein extra dafür „bereinigtes“ Notebook vom Typ „ACER-Extensa 501T“, welches über eine Portweiterleitung im Netzwerk und die Hardware-Firewall mit dem www verbunden ist. Dazwischen geschaltet ist ein Eigenbau-Interface mit Optokoppler und 1:1-Übertrager, wie es oft in verschiedenen Publikationen zu finden ist. Eingebaut ist die ganze Mimik in einer Umschaltbox, welche ohne umzustöpseln den PC mit VHF oder HF verbinden kann. Dies ist zu Testzwecken gedacht und wird eher einmal die Ausnahme sein. Eine Besonderheit: die NF wird beim TM455 über die Data-Buchse abgegriffen. Das geschieht noch vor dem Lautstärkeregler und der Rauschsperre (besserer Frequenzgang), hat aber zur Folge, dass die Rauschsperre nicht wirkt d.h. immer offen ist. Deshalb ist es wichtig, den Ziel-Repeater nach dem QSO immer mit „#“ bzw. „##“ zu trennen. Tut man es nicht, dann hört der andere Repeater das Rauschen nach Abfallen unseres Relais und interpretiert das als Sprache und rauscht und rauscht … bis drei Minuten vergangen sind und unser ACER mit seiner Echolink-Software die Verbindung trennt. Roman hatte einmal ausprobiert, die NF aus der Lautsprecher-Buchse zu nehmen - das war jedoch ganz schlecht. Die DTMF-Töne wurden von der Software nicht erkannt, wahrscheinlich war das Signal aufgrund fehlender galvanischer Trennung nicht sauber. Damit Roman seine Umschaltbox samt Interface auch wieder für andere Betriebsarten nutzen kann, muss wohl ein extra Interface für Echolink angeschafft werden. Dann könnte man die NF auch am Außenlautsprecherausgang abgreifen - die Rauschsperrenproblematik wäre damit auch behoben.

Noch etwas zur automatischen Aussendung der Kennung DBØDAU in CW. Gelegentlich wurde geäußert, dass die automatische, halbstündige Aussendung der Rufzeichens, insbesondere während der Nachtstunden störend sei. Das ist nachvollziehbar und hinzu kommt, dass man dadurch auch nie weiß, ruft gleich jemand, oder ist es wieder nur die Kennung. Da wir nun seit dem 08.08.2006 (Inbetriebnahme) auf einen ausfallfreien Betrieb zurückblicken können, brauchen wir unseres Erachtens keine weitere Bestätigung mehr dafür, dass das Relais noch funktioniert. Die Steuerungssoftware von DBØDAU lässt ohnehin nur die Zustände „Kennung an“ bzw. „Kennung aus“ zu und leistet keine Unterscheidung zwischen Tag/Nacht. Per Echolink kommen jetzt pro Tag einige Verbindungen hinzu und damit gibt das Relais genug „Lebenszeichen“ von sich. Folglich wurde die halbstündige Kennungsausgabe abgeschaltet. Das Relais sendet jetzt nur noch, wenn es jemand auftastet, ob über Funk oder per Echolink. Per Funk kann man es außer mit dem üblichen 1750Hz-Ton noch mit der DTMF „Ø“ (Null) auftasten. Und weiter kann mit z.B. DTMF „#“ (Doppelkreuz) probieren, ob Echolink an ist. Dann kommt die Ansage „Not connected“. Während des Echolink-Betriebes sollte man eines unbedingt beachten: zwischen den Aussendungen sollten zur Mikrophonübergabe Sprechpausen von mind. 2 Sekunden gelassen werden, um die Laufzeiten im Internet zu berücksichtigen.

Das Relais befindet sich genau auf der Anhöhe "Auf der Hardt" bei Mehren am Autobahndreieck Vulkaneifel (A1/A48) Locator JO3ØKE in 560m ü.NN - Position 006 Grad, 51 Minuten, 53 Sekunden Ost, 50 Grad, 11 Minuten, 08 Sekunden Nord. QRG: 438,8125 MHz, mit üblicher 7,6 MHz Ablage und 1750 Hz Auftastton oder DTMF "Ø" (Null) Die Auswertetoleranz ist jedoch so groß gestellt, dass es auch notfalls mit einem Pfiff in ungefährer Tonhöhe geöffnet werden kann. Sendeleistung: erlaubte 15W ERP. Das Innenleben des Relaisschrankes besteht größtenteils aus dem selbstgebauten Netzteil, der Endstufe von der Fa. Eisch mit Kühlkörper und dem Sender. Des weiteren befindet sich die Steuerung (als fertig bestückte Platine von Matthias, DL2ROA), der 2m-Fernsteuerempfänger, eine Duplex-Weiche (2m/70cm) und der 70cm-Empfänger darin. Es wurden im Wesentlichen Bausätze vom OM Helpert (DJ9HH) verbaut.

Die Kosten des Aufbaus und des laufenden Betriebs werden von der Gemeinschaft des OV's getragen. Zweckgebundene Spenden hierfür von weiteren Funkamateuren, setzen Zeichen der Verbundenheit und machen Mut, die Sache weiter zu betreiben oder sogar auszubauen.



Einige Ausführungen rund um das Thema Hub und Modulation bei DBØDAU

Bild Das Bild zeigt am Beispiel eines Kenwood TH-79E das Spektrum eines 1.750 Hz-Tones auf der Eingabefrequenz des Relais.
Bild Das nächste Bild zeigt diesen 1.750 Hz-Rufton auf der Ausgabefrequenz des Relais. Der gemessene Hub beträgt 3,5 kHz. Die Harmonischen treten hier "Feldstärkebedingt" auf.
Bild Dieses Bild zeigt die Sprachansage "DBØDAU" im Spektrum auf der Ausgabefrequenz.
Bild Dieses Bild zeigt die CW-Kennung "DBØDAU" im Spektrum auf der Ausgabefrequenz.
Bild

Messung mittels Tektronics WCA-380 vom 22.08.2006

Das Bild stellt den zeitlichen Ablauf aller drei Phasen, vom Auftasten mit Trägertastung, über die Sprachansage: "Relaisfunkstelle Vulkaneifel - Delta Bravo Null Delta Alfa Uniform" bis hin zur Rufzeichenausgabe in CW "DBØDAU" dar. Anschließend wird exemplarisch ein Anruf einer Amateurfunkstelle dargestellt - hier von DB1VT mit den Worten: "CQ von Delta Bravo Eins Viktor Tango"

Wie aus den Markerpositionen ersichtlich ist, ist diese Aussendung bereits gute 11,5 KHz breit. Der Bundesnetzagentur gegenüber, ist eine Bandbreite von 12,5 KHz angegeben und genehmigt. Aussendungen mit mehr Bandbreite sind demnach unzulaessig, werden durch das Eingangsfilter begrenzt und hoeren sich deshalb "verkratzt" an. Es liegt an den Relaisbenutzern selbst, die Bandbreite ihrer Aussendungen so zu gestalten, dass sie nicht ausserhalb der Filterbandbreite gelangen. Die Aussage, die manchmal "verkratzte" Modulation der Benutzer, werde von einem falsch eingestellten oder gar defektem Relais verursacht, ist somit anschaulich wiederlegt. Es wird hier lediglich die genehmigte Bandbreite eingehalten. Die zuerst ausgesendete Sprachansage ist 7,5 KHz breit und der Hub der CW Tastung beträgt exakt 1,53125 kHz.



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