OV-Abend
18.30 Uhr
Wenn Sie Interesse an regelmäßigen Informationen über, oder Fragen an den Ortsverband Vulkaneifel (K34) haben, senden Sie uns bitte eine kurze Nachricht mit Betreff an:
OVV
Christian Reineke, DF4WO
Mobil: 0157 7781 4884
Mail: DF4WO
stellv. OVV
Volker Weiß, DB6YC
Mobil: 0163 2537465
Mail: DB6YC
Jeden 1. Freitag im Monat um 19.30 Uhr.
Sollte dies ein Feiertag sein, dann eine Woche später.
145,250 MHz
438,8125 MHz
bei Dockweiler
50°14'30''N-06°47'08''E
Loc: JO3ØJF
Ausgabe: 438,8125 MHz
Eingabe: 431,2125 MHz
Echolink-Node: 503175
Loc: JO3ØKE
Nummer 280 vergeben an:
DF8WU , Leo
Nummer 281 vergeben an:
ONL-5923 , Peter
Nummer 282 vergeben an:
DL2ZAT , Jürgen
Nummer 283 vergeben an:
OE3KLU , Charly
Nummer 284 vergeben an:
UA1ZZ , Avinir
Auch in diesem Jahr reisten wieder zahlreiche Mitglieder des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) an den Bodensee, um auf der größten Amateurfunkmesse Europas mit dabei
zu sein. Zum 49. Mal fand die HAM-Radio heuer statt, begleitet vom 75. Bodenseetreffen mit seinen Fachvorträgen. Erstmals gab es auch am Samstag eine kleine
Parallelmesse - die ASTRO als Fachmesse rund um das Thema Astronomie, Teleskope und Weltraumbeobachtung. Die Ausgangssituation hinsichtlich des
Wetters stand jedoch unter keinen guten Vorzeichen, waren doch genau für das Wochenende Rekordtemperaturen für ganz Deutschland vorhergesagt … bis zu 40 Grad sollten es
werden, und das ist für einen Messebesuch doch eher etwas unangenehm … ich nehme es vorweg: draußen in der Sonne konnte man es kaum aushalten, auf dem Messegelände an
sich und in den Ausstellungshallen war die Klimaanlage eingeschaltet, sodass man es bei reichlich Flüssigkeitszufuhr gut aushalten konnte.
Nach individueller Anreise trafen sich am Donnerstagnachmittag traditionell schon einige K34’er zu einem kleinen Stelldichein im „Lammgarten“ an der Uferpromenade
von Friedrichshafen. Nachdem der Autor und René Weland (DL7WR) einen Tisch in Beschlag genommen hatten, trudelten nach und nach noch
ein paar bekannte Gesichter
am Treffpunkt ein … Gunter Hespeels (DF6HG) in treuer Begleitung mit Sascha (PF9Z), Siegfried Schüller (DF9WB) und etwas später noch der 2. OVV Volker Weiß (DB6YC)
plus YL. Nachdem der Flüssigkeitsstand den Außentemperaturen nach angemessen wieder aufgefüllt war, ging jeder seiner Wege, um den Abend entweder mit Nahrungsaufnahme,
Fußballschauen oder mit beidem zu verbringen.
Am ersten Messetag ging der primäre Weg wie immer direkt Richtung Flohmarkt, der wie im Vorjahr die Größe von knapp 1,5 Hallen hatte. Die Zeiten von 2,5 Hallen sind
lange vorbei … im Anschluss wurde die Haupthalle A1 begutachtet und es fiel direkt auf, dass kaum noch richtige Amateurfunkhändler vor Ort sind. Das Angebot für einen
schnellen Kauf ist zwar da, jedoch fehlt der Vergleich, auch hinsichtlich eines Preisvergleichs. Die größten Stände hatten, wie in den letzten Jahren auch, die Firmen
AARONIA, ICOM, YAESU und HILBERLING.
Die Firma KENWOOD scheint auf dem Amateurfunkmarkt kaum noch in Erscheinung zu treten … ansonsten war viel Raum für alles Mögliche
vom DARC, den Interessen-Verbänden, Clubs und Organisationen. Es gab kein Gedränge wie in den früheren Jahren, alles lief in ruhigen Bahnen. Um die Mittagszeit wuchs
der Besucherstrom an, am Nachmittag waren die Gänge und Stände gut besucht. Die Vortragsräume erlebten ebenfalls hohen Zulauf, lediglich das Freigelände wurde von
vielen Besuchern aufgrund der hohen Temperaturen gemieden.
Der Samstag war der am besten besuchte Messetag … gleich zu Anfang strömten die Menschen durch die Gänge und schnell waren Haupthalle sowie der Flohmarkt gut besucht.
Wie oben schon erwähnt, fand an diesem Tag zeitgleich zum ersten Mal die neue Messe ASTRO statt. Sie nahm allerdings nur die Fläche einer halben Halle ein und war
somit schnell „abgearbeitet“. Ob sich das Konzept bewährt, wird sich zeigen … als DIE Fachmesse für Astronomie, Technik, Teleskope und Weltraumbeobachtung ist es bis
dato auch eher ein Nischenangebot. Dennoch war die Ausstellungsfläche den ganzen Tag gut besucht. Prominenter Gast auf beiden Messen an diesem Tag war die erste
deutsche Frau im Weltall, Astronautin und Wissenschaftlerin Rabea Rogge, die neben ihrer forschenden Tätigkeit im Bereich Robotik auch zwei Amateurfunk-Rufzeichen
inne hat: LB9NJ und KD3AID. Die 29-jährige Deutsche wurde 2025 auf die mehrtägige Weltraummission „Fram2“ des Unternehmens SpaceX
eingeladen und hatte während ihrer
zahlreichen Weltumkreisungen einen Funkkontakt auf 437,550 MHz mit der TU Berlin (DKØTU) bzw. konnte einige Aussendungen im SSTV-Modus Robot 36 zur Aussendung bringen.
Unserem OV-Mitglied DF9WB gelang nach dem Interview mit Stephanie Heine (DO7PR) am DARC-Stand als erstem, ein handgeschriebenes Autogramm zu ergattern, das fortan sein
Funk-Shack zieren wird. Apropos OV-Mitglieder: über den Weg liefen einem auch noch Manfred Heeger (DB8ES) und Ulrike Braun (DE8UBM) sowie
Leonardus van de Meeberg (PE1HKJ).
Ansonsten gibt es über keine großartigen Highlights zu berichten. Die Fläche der Löttische im Bereich von „50 OHM“ war in diesem Jahr deutlich weniger besucht als
in den vergangenen Jahren, was wohl an den noch nicht begonnenen Schulferien in den südlichen Bundesländern gelegen hat. Die Nachwuchsgewinnung im Allgemeinen läuft
aber auch auf dieser Messe, sei es im Bereich Kinder und Jugendlicher für den Amateurfunk oder junger Erwachsener für das Berufsleben. Einige Firmen stellen auch
unter diesem Aspekt regelmäßig auf der HAM-Radio aus. Der Sonntag war wie immer der ruhigste Tag in den Messehallen. Zahlreiche Besucher reisen in der Regel an dem
Vormittag gar nicht mehr Richtung Messegelände, sondern machen sich nach dem Frühstück
auf den mehr oder minder langen Heimweg. Der Autor des Artikels nutzt jedoch
in den letzten Jahren die etwas ruhigere Atmosphäre für Gespräche am Rande der Messe. Insgesamt war der Besucherandrang gefühlt nicht so groß wie in 2025, die
offiziellen Zahlen am Messeende sprachen allerdings - wie so oft - eine andere Sprache … gegenüber letztem Jahr (11.600 Besucher) waren heuer ca. 1.500 Besucher
mehr vor Ort. Das lässt für 2027 hoffen, denn da findet die 50. Ausgabe der Messe HAM-Radio statt! Ein Jubiläum, was man sich nicht entgehen lassen sollte.
Am Samstag, dem 13.06.2026, fand der zweite Teil der diesjährigen Rheinland-Pfalz Aktivitätsabende - dieses Mal auf dem 70cm-Amateurfunkband - auch unter Beteiligung einiger Mitglieder des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) statt. Das altbekannte Team Siegfried Schüller (DF9WB) und Rolf Haferkamp (DK9WI) agierten bei schönem, sommerlichem Wetter von unserem Contest-Standort „Eselsberg“ bei Dockweiler aus. Eigentlich sollte ein weiteres Zweimann-Team vom „Dronketurm“ auf dem Mäuseberg oberhalb des Gemündener Maares aus aktiv werden. Es gab jedoch Probleme bei der Absprache, sodass Hans-Dieter Traxel (DK5PZ) alleine diesen exponierten Standort aktivieren musste. Schließlich war noch unser Ortsverbandsvorsitzender Christian Reineke (DF4WO) - allerdings mit kleiner Ausrüstung - von zuhause aus mit dabei. Dort hätte sich wahrscheinlich eher die Teilnahme in der Kategorie SWL ausgezahlt, denn nach eigenen Angaben hatte er sehr viele Stationen gehört, diese aufgrund seiner tiefen und zentralen Lage in der Stadt Daun jedoch nicht erreicht.
Ganz im Gegensatz zu den drei anderen Aktiven auf den Anhöhen der Vulkaneifel. Sie machten doch deutlich mehr Funkbetrieb, der sich allerdings im üblichen Rahmen der Veranstaltung auf diesem Amateurfunkband in den letzten Jahren hielt. DK5PZ erreichte mit seiner mobilen Ausrüstung ca. 30 weitere Stationen, DF9WB und DK9WI dank der im Mai 2025 neu restaurierten Antenne auf dem Eselsberg ca. 50 Stationen. Leider fehlten mal wieder viele Distrikt-Sonderstationen, die neben den Clubstations-Rufzeichen das „Salz in der Suppe“ sind … dabei hat doch gerade der Distrikt Rheinland-Pfalz (K) eine Vielzahl von Sonderstationen. Auf dem 70cm- Band (genau wie auf dem 10m-Band) sind wir hier oben im Nordwesten von Rheinland-Pfalz je nach Ausbreitungsbedingungen klar im Nachteil gegenüber den dichter besiedelten Regionen (auch mit Ortsverbänden) der Pfalz und Rheinhessen. Es bleibt aber wie immer abzuwarten, wie wir und die anderen Teilnehmer an der Veranstaltung abgeschnitten haben.
Am Samstag, dem 30.05.2026, fanden sich die beiden Verantwortlichen des 70cm-Relais DBØDAU - Siegfried Schüller (DF9WB) und Jürgen Bruhn (DK6WJ), sowie
Volker Weiß (DB6YC) und Norbert Lehmann (DL1EEN), am Relais-Standort auf der Hardt bei Mehren in der Vulkaneifel ein. Zwei Projekte standen auf dem Plan, die mit
freundlicher Unterstützung unseres dortigen Hausherrn und
unter Aufsicht seiner treuen Hunde ausgeführt wurden. Erstens die Errichtung und Inbetriebnahme eines
solarbetriebenen MeshCore-Repeaters und zweitens die Ausstattung des Relais mit einer Pufferbatterie zur Erhöhung der Ausfallsicherheit bei Stromausfällen.
Norbert hatte den MeshCore-Repeater bereits an einem Ausleger vormontiert, sodass er im Prinzip das Gerät(chen) nur noch am bestehenden Mast der zurzeit obsoleten
UHF-Richtfunkanlage festzuschrauben brauchte.
Bei leichtem Regen bestieg Norbert die hohe Leiter und brachte das Gerät auf der vorgesehenen Höhe an. Kurz darauf konnte er das Gerät in Betrieb nehmen und erfolgreich die ersten Tests durchführen. Dieser Repeater ist ein weiterer wertvoller Beitrag zur Notfallkommunikation. Insbesondere auch, weil eine direkte Funkverbindung zu einem weiteren MeshCore-Repeater an unserem Höhenstandort Eselsberg bei Dockweiler aufgebaut werden soll. Wie zum Hohn, besserte sich kurz nach Abschluss der Außenarbeiten dann auch das Wetter, und für den Rest des Tages herrschte schönster Sonnenschein. Das ist wieder einmal ein typisches Beispiel für „;Murphys Law“, welches uns heute noch einmal begegnen sollte …
Innen im Gebäude sollte das Relais mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung auf Basis eines LiFePo4-Akkus mit 100 Ah ausgestattet werden. Zugleich sollte das
Relais eine neue Behausung in einem modernen 19'' Serverschrank finden, sodass die bisher genutzte Holzkiste „Marke Eigenbau“ ihren Ruhestand antreten könnte.
Zugleich sollte die ganze Installation höher an der Wand montiert werden, sodass man frei darunter hindurchgehen könnte, ohne sich zu stoßen. Ferner
musste das Netzteil, ebenfalls ein Eigenbau aus alten Zeiten, gegen ein modernes Schaltnetzteil ausgetauscht werden, um die Kompatibilität mit dem Akku sicherzustellen.
Volker hatte - soweit möglich - alles zuhause schon vorinstalliert und getestet, um einen schnellen Umbau und damit eine kurze Betriebsunterbrechung des Relais
zu ermöglichen. Doch „Murphy“ hatte auch hier ein Wort mitzureden ... wir mussten nämlich feststellen, dass der Serverschrank nicht tief genug war, um das Relais
und die hinten herauszuführenden Kabel einzubauen.
So blieb letzten Endes nichts anderes übrig, als den alten Holzkasten etwas höher zu hängen und wieder zu verwenden. Als alles wieder eingebaut war, wurden die
Batterie und das Netzteil angeschlossen und im Holzkasten verstaut, was problemlos möglich war, weil das neue Netzteil nur ein Bruchteil des Volumens seines
Vorgängers hat. Danach konnte das Relais wieder in Betrieb genommen werden. Das erste gute Zeichen ist dann immer das Ausbleiben von Rauchentwicklung nach dem
Einschalten. Auch die durchgeführten Tests per Funk und per „Echolink“ waren erfolgreich. Mit dem Puffer-Akku können nun Stromausfälle von mehreren Tagen überbrückt
werden. Das alte Netzteil, ein „Brummer“ mit ca. 15kg Gewicht, wird voraussichtlich eine neue Heimat im "Fuchsbau" auf dem Eselsberg finden. Und wenn Volker bald
wieder Zeit und Lust hat, soll noch ein passender Server-Schrank an die Wand kommen, um die Holzkiste zu ersetzen. Nächster Ausbauschritt wäre dann ein
Photovoltaikpanel als zusätzliche Stromquelle.
In diesem Jahr wurde anlässlich des ADAC RAVENOL 24-Stundenrennens auf dem Nürburgring wieder einmal kräftig die Clubstation „DLØNBR“ aktiviert. Größtenteils war
man auf den Kurzwellenbändern aktiv und verhalf so vielen Funkamateuren zu einem interessanten Logbucheintrag. Beginn war schon am Mittwoch, zeitgleich mit dem
Adenauer Racing Day, wo sich alle Fahrzeuge mitsamt Fahrern in der nahegelegenen Stadt Adenau zu einem Auto-Korso trafen und das legendäre Langstreckenrennen in
der Eifel alljährlich seinen ersten Programmhöhepunkt hat. In den Folgetagen fanden zahlreiche Rennen, Qualifyings und weitere Veranstaltungen rund um die
legendäre Nordschleife statt, bevor das eigentliche 24h-Rennen am Samstag um 15:00 Uhr Ortszeit gestartet wurde. Es zählt nach wie vor zu einem der spektakulärsten
Rennen der Welt. In diesem Jahr starteten 161 Fahrzeuge in unterschiedlichsten Kategorien, darunter mehr als 40 GT3-Boliden von neun verschiedenen Herstellern.
Ein Feld voller internationaler Top-Piloten kämpfte 24 Stunden lang mit sich und der Rennstrecke um jede Sekunde. Darunter erstmals auch der viermalige
Formel-1-Weltmeister Max Verstappen, der sicherlich hauptverantwortlich für den Zuschauerrekord in 2026 war: offiziell nahmen 352.000 Besucher an der Veranstaltung
teil! Das sind deutlich mehr wie einst zu Michael Schumacher’s Zeiten bei der Formel 1! Die Wetterbedingungen entwickelten sich zum Wochenende hin in den
hochsommerlichen Bereich, aber auch bei den Pile-up’s auf den Funkbändern kam man mächtig ins Schwitzen. Jeder Funkkontakt wird wie immer mit einer schmucken
QSL-Karte von DLØNBR über das QSL-Büro des Deutschen Amateur-Radio-Clubs bestätigt.
Letzte Absprachen wurden noch einen Tag zuvor beim monatlichen Ortsverbandsabend des OV Vulkaneifel (K34) getroffen. Zwei Teams mit je zwei Personen wollten an der Aktivität teilnehmen. Siegfried Schüller (DF9WB) und Rolf Haferkamp (DK9WI) bauten im Shelter am Antennenstandort Eselsberg einen leistungsstarken Sender auf. Hans-Dieter Traxel (DK5PZ) und Christian Reineke (DF4WO) errichteten eine kleine Station mit Batteriestromversorgung auf dem Mäuseberg zwischen Gemündener- und Weinfelder Maar. Am Sonnabend machte sich Team „Mäuseberg“ gegen 16:00 Uhr auf den Weg. Strahlender Sonnenschein, Temperaturen von rund 20°C und Windstille bildeten ideale Bedingungen für den „Outdoor“ Betrieb. Der Aufbau - bestehend aus einem Rundstrahler und einer kleinen Richtantenne - war recht schnell erledigt. Es blieb noch genügend Zeit, einigen Besuchern, denen das Treiben unterhalb des Dronketurms nicht verborgen geblieben war, zu erklären was wir dort taten. Glockenschlag 18:00 Uhr ging's dann los. Wir hörten einen „CQ RLP“ Rufer laut und klar, aber der reagierte nicht auf unsere Antwort. Erster Verdacht: es fehlt Leistung. Dieter überprüfte den Transceiver, konnte aber nichts finden. Also wurde nach anderen Stationen gesucht. Die kamen dann auch sofort zurück. Die Bitte nach einem „ehrlichen“ Rapport wurde mit „59“ beantwortet. Der Sender war also in Ordnung. Richtig Freude kam aber nicht auf, denn auch die Verwendung der Clubrufzeichen DLØNBR und DFØRLP statt der persönlichen Rufzeichen machte uns nicht attraktiver. Die Ausbeute blieb bis zum Schluss mit nur 15 Rufzeichen im Logbuch bescheiden. Die Sonne stand gegen 20:00 Uhr Ortszeit schon tief am Horizont. Im langen Schatten der Bäume wurde es rasch kalt - also schnell abbauen und ab nach Hause.
Am ersten Mai-Wochenende habe ich (DF9PX) vom K34-Portabel-Standort auf dem Eselsberg am DARC VHF-UHF-SHF Contest teilgenommen. Die Ausbreitungsbedingungen waren
am Sonntagmorgen normal bis leicht angehoben, aber am Samstag nur sehr mäßig. Solch schlechte Bedingungen Richtung Osten habe ich zum ersten Mal erlebt, es waren z.B.
nur wenige OK und OM-Stationen zu hören und aus 9A und S5 wurden während des ganzen Wettbewerbs keine Stationen gearbeitet, obwohl einige Skeds verabredet wurden.
Aus England waren außer einer einzigen Station auch keine weiteren Stationen zu hören. Am Sonntagmorgen fanden als Entschädigung einige schöne
DX-Kontakte über
700 und 800km aus Italien Einzug ins Logbuch. Am Sonntagnachmittag hat sich die Aktivität auf 144MHz so sehr reduziert, dass ich den Contest schon zwei Stunden
vor dem offiziellen Ende abgebrochen habe. Ein verspäteter Start und die mäßigen Bedingungen zeigen sich auch im Endergebnis. Trotzdem hat es Spaß gemacht und
war wieder eine interessante Funkaktivität. Es wurden insgesamt 195 QSOs auf 144MHz, 432MHz und 1296MHz und rund 50.000 Punkte erreicht. Das endgültige Ergebnis
wird in zwei Wochen verfügbar sein.
Veranstaltungsort war das Tagungszentrum „Alter Bahnhof“ im Ort Bad Salzig, einem der zehn Ortsbezirke der Stadt Boppard am Rhein etwa 25 km südlich von Koblenz gelegen. Für den Ausrichter der Distriktversammlung, den Ortsverband Mittelrhein (K32) im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC e.V.), ist dieser Ort von besonderer Bedeutung, denn hier fand im Jahr 1975 im Gasthaus „Zur Traube“ die Gründungsversammlung statt. Dem vorausgegangen waren interne Streitigkeiten im damaligen Ortsverband „Koblenz-Lahnstein“ (K05). Dabei hatten sich die Fronten derart verhärtet, dass ein Miteinander nicht mehr möglich war. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Marco Leicher (DL5ML), dem stellvertretenden Vorsitzenden des gastgebenden Ortsverbands. Er richtete beste Grüße vom Ortsverbandsvorsitzenden Arno Herz (DL1PBC) aus, der erkrankt war, aber mittlerweile wieder auf dem Weg der Genesung ist. Ebenso begrüßte er den Bürgermeister der Stadt Boppard, Herrn Jörg Haseneier, recht herzlich. Dieser richtete seinerseits Grußworte an die Versammlung und ehrte zugleich den ausrichtenden Ortsverband Mittelrhein mit einer Urkunde zum 50-jährigen Jubiläum. Er wünschte der Versammlung einen guten Verlauf.
Vertreter aus 25 Ortsverbänden des DARC Distriktes Rheinland-Pfalz (K) waren anwesend. Unter den Fehlenden befanden sich auch Ortsverbände aus der Region Eifel, Mosel und Westerwald. Unser Ortsverband war durch seinen OVV Christian Reineke (DF4WO) vertreten. Begleitet wurde er von Hans-Dieter Traxel (DK5PZ), der die Plaketten für die Teilnehmer an den Distriktaktivitäten entworfen und hergestellt hatte. Nach dem Totengedenken standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Ein Mitglied wurde für 25-jährige Verbandstreue ausgezeichnet. Für herausragende Leistungen einzelner Gruppen oder Ortsverbände wurden geehrt: der Ortsverband Ahrweiler (K01) für seinen Einsatz bei der Aufarbeitung der Folgen der Ahrflut, die LMT-Gruppe (Let's Make Tech) für die Nachwuchsgewinnung an Schulen und der Ortsverband Mainz (K07) für seinen OV-übergreifenden Einsatz rund um den „Semaphorentag“.
Die Tätigkeitberichte der Vorstandsmitglieder und Referenten wurden ohne längere Aussprachen wohlwollend aufgenommen. Damit endete die Amtszeit des bisherigen
Vorstands. In geheimer Abstimmung wurden Hartmut Schäffner (DF3UX), als Distriktvorsitzender sowie Reinhard Wilfert (DC8WV) und Ralf Bender (DJ9XX) als seine
Stellvertreter neu gewählt. Haagen Barschdorf (DG4PB) wurde noch einmal für sein langjähriges Engagement im Distriktvorstand hoch gelobt und feierlich aus diesem
verabschiedet. Eine große Mehrheit
fand der Antrag des Ortsverbands Altenkirchen (K50) auf Umbenennung in „Raiffeisenland“. Die Beschlussvorlage des Ortsverbands
Mayen (K47) zur Änderung der Teilnahmebedingungen der Rheinland-Pfalz-Aktivitätswoche führte zu einer leidenschaftlichen Debatte und wurde in der Folge klar
abgelehnt. Die Aussprache zum dritten Antrag mit Thema „Kassenprüfer im OV“ zeigte Probleme in diesem Bereich auf Bundesebene auf und wurde schließlich vom
Antragsteller Haagen Barschdorf (DG4PB) aus dem Ortsverband RLP-ONLINE (K26) zurückgezogen.
Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte der Ortsverband Mainz (K07) in einer Multimedia-Präsentation seine Aktivitäten. Man ist in vielen Wettbewerben aktiv und belegt dort gute Plätze. Des Weiteren wird das Vereinsleben im eigenen Vereinsheim aktiv gefördert und die Mitglieder sind umfassend über diverse Medien eingebunden.
Am Samstag, dem 21.03.2026, fanden sich ab 14:00 Uhr elf Mitglieder des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) zur satzungsgemäßen Jahreshauptversammlung im
"Golfstübchen" in Gillenfeld ein. Acht weitere Mitglieder hatten sich für ihr Fehlen vorab entschuldigt. Laut Einladung sollte die Veranstaltung um 14:30 Uhr
beginnen ... tatsächlich wurde es dann aber doch wieder etwas später,
da die Anwesenden zunächst noch mit reichlich Kaffee und Kuchen versorgt werden wollten.
Nach der Wahl von Volker Weiß (DB6YC) zum Protokollführer und dem Gedenken an unsere leider viel zu früh verstorbenen Mitglieder, wurde Manfred Heeger (DB8ES)
für seine 50-jährige Treue zum Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC e.V.) ausgezeichnet. In einer kurzen Laudatio erinnerte der Ortsverbandsvorsitzende Christian
Reineke (DF4WO) an Manfreds langjährige Tätigkeit im Ortsverband Duisburg-Homberg (L06), den er bis zur Auflösung als OVV leitete.
Der anschließende Tätigkeitsbericht durch unseren OVV Christian Reineke (DF4WO) fiel recht kurz aus. Neben den monatlichen OV-Abenden gab es im Berichtzeitraum nur
eine weitere OV-Veranstaltung, den Glühweintreff in der Adventszeit. Das „Leuchtturmprojekt Zusammenarbeit mit den benachbarten Ortsverbänden“ entwickelte sich nicht
wie erwartet, da sich nur der Vorstand und ein weiteres OV-Mitglied beteiligten. Danach berichtete Volker Weiß (DB6YC) über den finanziellen
Verlauf des vergangenen
Jahres. Dank zusätzlicher Fördermittel kann der geplante Ausbau des Relaisstandortes „Hardt-DBØDAU“ mit einer batteriegepufferten Stromversorgung umgesetzt werden.
Siegfried Schüller (DF9WB) und Jürgen Bruhn (DK6WJ), als die mit dem Betrieb der Relaisfunkstelle „DBØDAU“ Beauftragten, führten aus, dass die Technik einschließlich
„Echolink-Anbindung“ zuverlässig arbeite. Nur ein Stromausfall sei im Berichtszeitraum bemerkt worden, der aber umgehend beseitigt werden konnte.
Volker Schnitzius (DL1WH), QSL-Manager und Manager der Vulkaneifel-Trophy, konnte nicht an der Versammlung teilnehmen. Seine vorab schriftlich verfassten Berichte wurden verlesen und ohne Nachfragen wohlwollend zur Kenntnis genommen. Für Fragen bezüglich der Internetseite „www.ov-k34.de“ stand René Weland (DL7WR) zur Verfügung. Pünktlich um 16:00 Uhr waren alle Punkte der Tagesordnung abgearbeitet und der Protokollführer konnte von seiner Pflicht entbunden werden. Wie üblich schlossen sich noch etliche Gespräche im kleinen Kreis an, bis sich die Teilnehmer dann Zug um Zug verabschiedeten.
In der CQ DL 3/2026 (S. 40) wird unter der Rubrik „Digitales“ über sogenannte „Mesh-Netzwerke“ berichtet. In dem Artikel werden die Begriffe Meshtastik und MeshCore genannt. Das Wort „Mesh“ hört man z. B. bei verwendeten Komponenten der Fa. „AVM“ (Fritzbox, Fritz-Repeater usw.), die im heimischen Internet arbeiten. Es bedeutet so viel, wie „Masche“ oder Geflecht, also Netzwerkzugangspunkte (Nodes/Knoten), die dynamisch und intelligent miteinander verbunden sind. Die in CQ DL genannten Open-Source-Datennetzwerke arbeiten per Funk mit der sogenannten „LoRa-Technologie“ im Bereich von 869 MHz. LoRa steht für Long Range und ermöglicht - möglichst stromsparend mit kleiner Leistung - Daten über große Strecken zu transportieren. Es braucht kein Internet!
Neben diesem bereits in Europa weit verbreiteten System für Jedermann, gibt es noch das „MeshCom Netzwerk“. Das arbeitet mit ähnlichen Komponenten mit der
LoRa-Technologie im Frequenzbereich von 433 MHz für lizensierte Funkamateure. Diese Technik haben wir als „Rückfallebene“ in unser Notfunksystem einer
ausgewachsenen Amateurfunkstation integriert (beschrieben hier: 11/2020 im Archiv). Darüber bauen wir mit einem am Funk interessierten Computerfachmann aus
Wallenborn/Vulkaneifel derzeit ein Jedermann-MeshCore-Netz auf, das zwischen ihm und Weidenbach schon funktioniert. Eine Erweiterung durch regionale und später
überregionale Anbindung ist in Arbeit. Solche Netzwerke bieten allen angeschlossenen Teilnehmern die Möglichkeit, ohne kommerzielle Infrastruktur (Internet)
Kontakt in Form von Textnachrichten mit einer Länge von ca. 150 Zeichen auszutauschen. Es sind sowohl Nachrichten für die Allgemeinheit (Kanal: Public - jeder
kann mitlesen) und in eingerichteten Gruppen austauschbar, als auch persönliche Nachrichten für in der Kontaktliste befindlichen einzelnen Teilnehmer
(vergleichbar mit Gruppen- und Einzelchats auf kommerziellen Plattformen wie WhatsAPP oder Signal).
Die Anschaffung der Komponenten ist besonders günstig. Das „flashen“ mit entsprechender Firm- bzw. Software wird auf vielen Internet-Plattformen gut beschrieben.
Die Amateurfunk-Version (MeshCom) ist über Hotspots ans Internet ankoppelbar und erweitert das Netz „weltweit“. Fällt das Internet aus, bleibt die Repeater-Funktion
für das lokale Netz voll erhalten. Die Jedermann-Funktion arbeitet im Wesentlichen mit einem möglichst dichtem Netz ohne Internetanbindung. Eine große Teilmenge der
Anwender sind lizensierte Funkamateure. Bei der Vorstellung der o. g. Technik auf unserem OV-Abend am 06.03.2026 wurde die sehr gute und
interessante Frage gestellt,
welchen Mehrwert diese „Funk-Spielerei“ den habe. Die klare Antwort dafür gibt es genauso wenig, wie für die Fragestellung, warum man sich überhaupt mit der
Funktechnik beschäftigt. Das mag jeder aus seinem Blickwinkel anders betrachten und bewerten. Aus unserer Sicht sind die MeshCom und MeshCore-Netze bei
Internet-Ausfall als Rückfallebene hervorragend geeignet und somit ein Baustein für den praktischen Not-Funk. In unserer parallelen Anwendung von MeshCore
als „Jedermann-Technologie“ sehen wir für Teilnehmer einen Anreiz, evtl. lizensierter Funkamateur zu werden.
Die ausführliche Geschichte dazu gibt’s als PDF-Button zum Nachlesen.
Aufgrund der großen Teilnehmerzahlen bietet ein UKW-Wettbewerb immer auch eine Möglichkeit zum Antennentest. Versuchsobjekt war dieses Mal die Duoband-Antenne YG08
aus dem Sortiment der chinesischen Firma HYS, ein verschachteltes System mit drei Elementen für das 2m-Band und weiteren fünf Elementen für das 70cm-Band, die in der
gleichen Ebene angeordnet sind. Eigentlich ein alter Hut und seit Jahren als Hoxin/Madol FOX 727 oder Moonraker YG27-35 im Handel. Die rechnerische Überprüfung der
HF-technischen Eigenschaften zeigt im 2m-Band gute Übereinstimmung mit den Herstellerangaben. Im 70cm-Band sind die Werksangaben aber zu optimistisch. Von Standort
im Gewerbegebiet „Vulkanhöhe“ konnten die Baken DBØMMO (Geiersberg/Spessart) und DBØHRS (Feldberg/Taunus) gut gehört werden. Im Contest-Betrieb wurden im 2m-Band
die bekannten leistungsstarken Stationen
in Südengland und in Tschechien problemlos erreicht. Eine zum Vergleich eingesetzte 7-Element-Yagi-Antenne brachte keine
Verbesserung. Im 70cm-Band war die Teilnehmerzahl deutlich geringer. Hier wurde die Bake PI7CIS (Scheveningen/NL) mit einer Signalstärke von S6 aufgenommen, aber
Zweiwege-Funkverbindungen in die Niederlande gelangen leider nicht. So blieb es bei Kontakten mit Stationen im Rhein-Ruhrgebiet und im Saarland sowie einer
Contest-Station in der Nähe von Prag. Das Ergebnis konnte mit der größeren 8-Element-Antenne nicht gesteigert werden.
Strahlender Sonnenschein und Temperaturen bis zu 15°C waren für den ersten Sonntag im März vorhergesagt. Doch zuerst musste die Sonne die dichten Nebelfelder auflösen. Die Fahrt nach Dillingen war also geprägt von einem Wechsel zwischen strahlendem Sonnenschein in den Höhenlagen und dichtem Nebel in den Tälern. So trafen dann im Laufe des Sonntagvormittag Volker Weiß (DB6YC), Christian Reineke (DF4WO), Hermann-Josef Weber (DO5HWU) und Helmut Münch (DO6HHM) in der Stadthalle in Dillingen ein. Sie hatten sich ohne Absprache unabhängig voneinander auf den Weg ins Saarland gemacht.
Die SAFA (Saarländische Amateurfunk Ausstellung) ist eine Mischung aus Verkaufsausstellung kommerzieller und privater Anbieter, ein Amateurfunktreffen mit Präsentationen verschiedener Interessengruppen sowie einem Vortragsprogramm. Wie können blinde Menschen komplexe und grafisch basierte Messdiagramme z.B. aus einem Vektor-Netzwerkanalysator in Echtzeit erkennen? Richard Emling (DO9RE) führte am Stand des DARC Ortsverbands Saar-Hochwald (Q21) von ihm entwickelte Lösungen vor. Neben akustischen Darstellungen wurden auch taktile Lösungen gezeigt. Faszinierend auch für Sehende, bewegten sich die Regler eines umgebauten Mischpults und bildeten so den Verlauf der Messkurven ab, der dann einfach ertastet werden konnte.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Erbsensuppe und Würstchen ging es zum Ausklang noch in den Vortragsraum. Ralf Schmidt (DO1RLF) sprach zum Thema „Mysterium Digitalfunk BOS". Er vermittelte einen Überblick über den Digitalfunk BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben). Was ist das? Wer nutzt und wie funktioniert der Digitalfunk BOS. Am Ende stand die Erkenntnis, dass mit Einführung des Digitalfunks allen BOS-Kräften ein einheitliches Kommunikationsnetz zur Verfügung steht, das flexibel an die jeweilige Einsatzlage angepasst werden kann. Inkompatibilitäten wurden beseitigt. Der Einsatz von Funkamateuren zur Koordination der Hilfskräfte untereinander wie im Schneewinter 1978/79 ist nicht mehr erforderlich. Einen Einblick ins geschäftige Treiben und ein Interview mit DO9RE zeigt das 12-minütige Video auf dem YouTube Kanal „Volmetwacht".
Nicht ist so beständig wie der Wandel (Heraklit - griechischer Philosoph). Diese Weisheit des Heraklit hat auch heute noch Bestand. Funkamateure wissen das nur zu gut, denn die Ausbreitungsbedingungen der Kurzwellen in der Erdatmosphäre sind täglichen und jahreszeitlichen Veränderungen sowie einem wandelnden Sonnenfleckenzyklus unterworfen, dessen Ursprung noch niemand kennt. Dazu kommen verschiedene, nicht vorhersehbare Änderungen in der Lufthülle unserer Erde, die oft erstaunliche Reichweiten der Ultrakurzwellen erlauben. Sie zu erkennen und zu nutzen ist einer der Reize des Amateurfunks. Veränderungen bringen auch unser Vereinsleben mit sich. So treffen wir uns nun auch in der kalten Jahreszeit im „Golfstübchen“ in Gillenfeld. Befürchtungen hinsichtlich Heizung oder Platzangebot haben sich als unbegründet erwiesen. An dieser Stelle möchten wir uns bei Yvonne Weland, der Pächterin des Golfstübchens bedanken, dass sie sich bereit erklärt hat, uns auch im Winter zu bewirten.
Der Vorstand des Ortsverbandes Vulkaneifel (K34) hofft auf eine rege Teilnahme an den OV-Abenden im Jahr 2026.
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